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Leere Fahrradständer stehen am 26.05.2016 in Oldenburg (Niedersachsen) vor einer Flüchtlingsunterkunft, einer ehemaligen Berufsschule. Ein neun Jahre alter Flüchtlingsjunge wurde von einem 17-Jährigen in der Unterkunft sexuell missbraucht und schwer verletzt. 
Leere Fahrradständer stehen am 26.05.2016 in Oldenburg (Niedersachsen) vor einer Flüchtlingsunterkunft, einer ehemaligen Berufsschule. Ein neun Jahre alter Flüchtlingsjunge wurde von einem 17-Jährigen in der Unterkunft sexuell missbraucht und schwer verletzt.  © picture-alliance
26.05.2016

Neunjähriger Flüchtlingsjunge von 17-jährigem Mitbewohner vergewaltigt

Oldenburg. Ein neunjähriger Flüchtlingsjunge ist in seiner Unterkunft in Oldenburg von einem 17-jährigen Mitbewohner vergewaltigt und schwer verletzt worden. Der mutmaßliche Täter ist ebenfalls Asylbewerber. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in Tateinheit mit Vergewaltigung erlassen, teilte Staatsanwalt Torben Tölle am Donnerstag mit. Die Tat ereignete sich bereits am Pfingstsamstag.

Der Verdacht, dass auch ein 34-Jähriger beteiligt war, erhärtete sich nicht. Der Mann stehe aber noch unter Verdacht, sich durch unterlassene Hilfeleistung strafbar gemacht zu haben. Nach ersten Ermittlungen soll er Schmiere gestanden haben.

Die Familie des betroffenen Kindes wurde umgehend in eine andere Unterkunft gebracht. Der Neunjährige war nach dem Übergriff zur Untersuchung ins Krankenhaus gekommen. Anschließend sei der Junge wieder zu seiner Familie gebracht worden, sagte der Staatsanwalt.

Zur Frage, warum die Behörden erst über eine Woche nach dem sexuellen Übergriff darüber berichteten, hieß es von der Staatsanwaltschaft: «Wie stets in Fällen sexuellen Missbrauchs von Kindern hat die Staatsanwaltschaft Oldenburg bislang davon abgesehen, sich unangefordert zu diesem Fall zu erklären, und zwar unabhängig von Nationalität oder Herkunft der Tatbeteiligten.»