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Bund und Länder wollen in den kommenden zehn Jahren Hochbegabte, aber auch Menschen mit großen Lese- und Schreibschwächen besonders fördern.
Bund und Länder wollen in den kommenden zehn Jahren Hochbegabte, aber auch Menschen mit großen Lese- und Schreibschwächen besonders fördern. © dpa/PZ
28.11.2016

News to go: Förderung für Hochbegabte und Telekom-Störung

Bund und Länder wollen in den kommenden zehn Jahren Hochbegabte, aber auch Menschen mit großen Lese- und Schreibschwächen besonders fördern. Beide Vorhaben präsentieren Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) und die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Claudia Bogedan (SPD), heute in Berlin. Der Handlungsbedarf ist groß: Mehr als sieben Millionen Menschen in Deutschland können nicht richtig schreiben und lesen. Sie gelten damit als «funktionale Analphabeten». Und Bildungsstudien zeigen, dass Deutschland nicht nur Problemschüler stärker unterstützen sollte, sondern auch die Leistungsstarken.

Schlagzeilen der Nacht

• TV-Duell in Österreich: FPÖ-Kandidat greift Merkel an - «auch Terroristen nach Europa gelassen»
• Frankreich: Fillon zum Präsidentschaftskandidaten gekürt
• Lufthansa: Cockpit setzt Streiks am Dienstag fort
• Netz der Deutschen Telekom gestört
• Maas: Verschärftes Waffenrecht wegen «Reichsbürger»
• Brüssel: EU-Entwicklungsminister beraten über Flüchtlings-Partnerschaften mit Afrika
• Beschwerde Bündnis: will gegen Vorratsdatenspeicherung vors Verfassungsgericht ziehen

Mensch der Nacht

Francois Fillon

Ex-Premierminister François Fillon zieht für die französischen Konservativen in die Präsidentschaftswahl. Sein Gegner Alain Juppé räumte am Sonntagabend seine Niederlage bei der Stichwahl der konservativen Anwärter ein.
Foto: Eric Feferberg / Pool, AFP POOL

Zahl der Nacht

450 000

Wegen des Fachkräftemangels will die deutsche Wirtschaft einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zufolge auch im kommenden Jahr fast eine halbe Million neue Stellen schaffen. Das meldete «Bild» unter Berufung auf die Erhebung. Danach wollen die Unternehmen 450 000 neue Mitarbeiter einstellen.

Zitat der Nacht

„Adiós Commandante. Bis zum ewigen Sieg der Völker."

(Der linke griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat sich per Kurznachrichtendienst Twitter von Fidel Castro verabschiedet.)

Top-Themen des Tages

«Dekade für Alphabetisierung»

Bund und Länder stellen in Berlin ihre Pläne zur «Dekade für Alphabetisierung» vor. Allein der Bund will innerhalb von zehn Jahren mit bis zu 180 Millionen Euro Alphabetisierungsprojekte fördern. Menschen gelten als funktionale Analphabeten, wenn sie zwar Buchstaben, Wörter und einfache Sätze lesen und schreiben können, jedoch Mühe haben, zusammenhängende Texte zu lesen und zu verstehen. Das Konzept präsentieren Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) und die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Claudia Bogeda (SPD), in Berlin (12.00 Uhr).

Hochbegabten-Förderung für leistungsstarke Schüler

Der Bund und die Länder wollen zur Förderung von besonders leistungsstarken Schülern an deutschen Schulen innerhalb von zehn Jahren 125 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Das Hochbegabten-Programm stellen Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) und die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Claudia Bogedan (SPD), in Berlin (9.30 Uhr) vor. Die 16 für Schulpolitik zuständigen Bundesländer hatten sich im Juni 2015 auf eine gemeinsame Strategie geeinigt, um Überflieger verstärkt zu fördern.

Bad-Aibling-Prozess: Smartphone-Spielerei des Angeklagten im Fokus

Im Prozess um das Zugunglück von Bad Aibling mit zwölf Toten rückt am vierten Verhandlungstag die verbotene Smartphone-Nutzung des Angeklagten in den Mittelpunkt. Vor dem Landgericht Traunstein sagt ein Mitarbeiter jener Firma aus, deren Spiel der Fahrdienstleiter bis kurz vor dem Zusammenstoß der beiden Züge am 9. Februar auf seinem Handy gespielt haben soll (9.00 Uhr). Auch hört die Große Strafkammer einen Psychologen zur Frage, inwieweit das Spielen die Konzentration des Fahrdienstleiters bei seiner Arbeit im Stellwerk beeinflusste.

Kubaner nehmen Abschied von Fidel Castro

Nach dem Tod des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro nehmen die Kubaner Abschied von ihrem früheren Präsidenten. Castros Leiche war am Samstag eingeäschert worden. Die Urne mit der Asche wird im Denkmal für den Nationalhelden José Martí in Havanna aufgestellt. Heute und morgen können die Kubaner dort Abschied nehmen. Menschen im ganzen Land sind aufgerufen, eine Erklärung zu unterzeichnen, weiterhin für Castros Ideale und den Sozialismus zu kämpfen.

Tarifverhandlungen von Bahn und GdL in vorerst letzter Runde

Nach zuletzt zähen Gesprächen setzen die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL in Frankfurt ihre Tarifverhandlungen für das Zugpersonal fort (15.00 Uhr). In der fünften und bisher letzten angesetzten Runde, soll nötigenfalls bis in die Nacht hinein verhandelt werden. Die vorherigen Gespräche in Berlin waren ohne Einigung vertagt worden. Die GDL fordert von der Bahn 4,0 Prozent mehr Gehalt und eine besser planbare Freizeit, etwa über andere Schichtrhythmen.

Blick zurück

Heute vor ...

• 27 Jahren stellt Bundeskanzler Helmut Kohl im Bundestag seinen Zehn-Punkte-Plan zur deutschen Wiedervereinigung vor
• 47 Jahren unterzeichnet die Bundesrepublik den Atomwaffensperrvertrag
• 2 Jahren verliert Wladimir Klitschko die Weltmeistertitel im Schwergewicht der drei großen Boxverbände IBF, WBO und WBA.
Er wird vom Briten Tyson Fury in Düsseldorf entthront

Geburtstag haben heute

• Randy Newman (73), amerikanischer Sänger und Pianist, («Short People», «You Can Leave Your Hat On»)
• Tomi Ungerer (85), französischer Zeichner, Karikaturist und Autor («Das große Liederbuch», «Kein Kuß für Mutter»)
• Rita Mae Brown (72), amerikanische Schriftstellerin («Rubinroter Dschungel», «Mausetot»)