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Wer beerbt Joachim Gauck in seinem Amt als Bundespräsident? Die Entscheidung wird bald fallen.
Wer beerbt Joachim Gauck in seinem Amt als Bundespräsident? Die Entscheidung wird bald fallen. © dpa/PZ
14.11.2016

News to go: Wer wird Deutschlands neuer Bundespräsident?

Hat das erbitterte Ringen ein Ende? Soll es Steinmeier richten oder läuft es auf eine Kampfkandidatur hinaus? Zumindest etwas mehr Klarheit in Sachen P-Frage kann man sich für heute erhoffen. Unsere Korrespondenten werden das Geschehen eng begleiten. 

Schlagzeilen der Nacht

• Trump: Parteichef Priebus wird Stabschef, Ultrakonservativer Bannon wird Berater im Weißen Haus
• EU-Staaten sehen sich nach US-Wahl stärker gefordert
• Entscheidung über Gauck-Nachfolge heute?
• BMW will Absatz von E-Autos deutlich steigern
• Vogelgrippe-Virus: 30.000 Hühner werden getötet
• Nach Präsidentenwahl: Regierungskrise in Bulgarien

Bild der Nacht

Der Mond kommt der Erde derzeit so nah wie selten: Hier steht er groß über einer Kirche in Vila Pouca de Aguiar im Norden Portugals. Erst am 7. April 2020 wird unser Nachbar im All der Erde mit 356 907 Kilometer ähnlich nahe kommen.

Mensch der Nacht

Rumen Radew 

Bei der Stichwahl für das Präsidentenamt in Bulgarien hat der russlandfreundliche Oppositionskandidat Rumen Radew einen klaren Sieg eingefahren. Für den Kandidaten der Sozialisten (ehemals KP) stimmten offiziellen Zwischenergebnissen zufolge 59,08 Prozent der Wähler. Die bürgerliche Regierungskandidatin Zezka Zatschewa kam demnach auf lediglich 36,34 Prozent.

Zahl der Nacht

50 000

Die seit September 2015 nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge sind nach Angaben des Leiters des Bundesamtes für Migration (BAMF), Frank-Jürgen Weise, besser ausgebildet als viele Fachleute bisher dachten. Weise zufolge sind zwischen September 2015 und September 2016 etwa 50 000 Flüchtlinge in Arbeit gekommen, 30 000 davon seien sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Einige Flüchtlinge hätten sich auch selbstständig gemacht. Zugleich seien im selben Zeitraum rund 100 000 Schutzsuchende arbeitslos gemeldet gewesen.

Zitat der Nacht

„Wir schaffen sie außer Landes, oder wir sperren sie ein.“

(Der künftige US-Präsident Donald Trump will nach seinem Amtsantritt in der Ausländerpolitik hart durchgreifen. Bis zu drei Millionen Menschen ohne gültige Dokumente sollen schnell ausgewiesen werden, sagte Trump im ersten Fernsehinterview nach seiner Wahl. Dies seien Kriminelle, Drogendealer und Bandenmitglieder. Auf die Frage, ob er wirklich eine Mauer bauen wolle, antwortete Trump im CBS-Interview: «Ja».)

Top-Themen des Tages

Entscheidung über Gauck-Nachfolge?

Nicht einmal 50 Minuten dauerte das Treffen der drei Parteichefs am Sonntag. Einigung? Fehlanzeige. Die Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten soll nun heute weitergehen. Der SPD-Mann Steinmeier soll wohl noch eine Chance haben. Es kann aber auch ganz anders ausgehen.

Trump formiert sein Team - EU reagiert auf Wechsel im Weißen Haus

Nach seinem Wahlsieg stellt der künftige US-Präsident Donald Trump schrittweise die neue Regierungsmannschaft zusammen: Trotz seiner massiven Wahlkampfkritik am «Washingtoner Sumpf» vergibt der Republikaner den wichtigen Posten des Stabschefs an einen Insider, den Parteivorsitzenden Reince Priebus. Zugleich macht er den konservativen Provokateur Steve Bannon zu seinem Chefstrategen. Zuvor hatte Trump in seinem ersten Fernsehinterview nach der Wahl die schnelle Ausweisung von bis zu drei Millionen Einwanderern ohne gültige Aufenthaltspapiere angekündigt. Angesichts des Machtwechsels in den USA sehen sich die EU-Staaten derweil gefordert, stärker an einer gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik zu feilen.

Gewalt gegen Lehrer

Bedrohungen, Beleidigungen, Schläge und Mobbing sind an Schulen alltäglich. Auch Lehrer sehen sich zunehmend körperlichen und psychischen Angriffen von Schülern ausgesetzt. Der Lehrerverband Bildung und Erziehung (VBE) präsentiert dazu um 10.00 in Düsseldorf die Ergebnisse der repräsentativen Forsa-Umfrage «Gewalt gegen Lehrkräfte».

EU-Außenministerrat berät über Krisen im Nahen Osten

Die Außenminister der EU-Staaten wollen ab 9.30 Uhr in Brüssel über den Umgang mit den jüngsten Entwicklungen in der Türkei beraten. Die EU-Kommission hatte in einem Bericht zu den Beitrittsverhandlungen mit dem Land schärfste Kritik an der Politik von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan geübt. Daraufhin wurden vor allem aus dem Europaparlament Forderungen nach einem Abbruch der Beitrittsgespräche laut.

Nach dem schweren Erdbeben in Neuseeland

Ein starkes Erdbeben mit mindestens zwei Toten hat in Neuseeland Erinnerungen an die Erdbebenkatastrophe von Christchurch im Februar 2011 geweckt. In verschiedenen Städten gab es Gebäude- und Straßenschäden sowie Stromausfälle. Der Zivilschutz stufte seine Tsunami-Warnung am Montagmorgen (Ortszeit) allerdings herunter. Er warnte nur noch vor Wellen von bis zu einem Meter Höhe an Teilen der Ostküsten von Neuseelands Süd- und Nordinsel.

Soziale Gerechtigkeit

Die Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht um 08.00 Uhr in Gütersloh den Index zur sozialen Gerechtigkeit (Social Justice Index 2016) in der Europäischen Union.

Blick zurück

Heute vor ...

• 1 Jahr entgleist bei einer Testfahrt auf der neuen
Hochgeschwindigkeits-Strecke in der Nähe von Eckwersheim bei Straßburg ein TGV - elf Menschen kommen ums Leben
• 55 Jahren wird Gesundheitsministerin Elisabeth Schwarzhaupt (CDU) als erste Frau Mitglied einer deutschen Bundesregierung
• 70 Jahren wird Hermann Hesse der Nobelpreis für Literatur zuerkannt

Geburtstag haben heute

• Mavie Hörbiger (37), deutsch-österreichische Schauspielerin («Arme Millionäre», «Vera Brühne»)
• Zhang Yimou (65), chinesischer Regisseur («Rotes Kornfeld», «Hero»)