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Richterin lässt Penis von Paketboten messen © PZ
06.12.2014

Nicht üppig bestückt? Exhibitionismus-Prozess gegen Paketbote ohne Penis-Messung beendet

Leer. In einem Exhibitionismus-Prozess in Ostfriesland ist nun doch nicht der Penis des Angeklagten vermessen worden. Das Verfahren gegen den Paketboten wurde eingestellt, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte.

Dem Angeklagten war vorgeworfen worden, im August 2013 bei einem Mädchen ein Paket ausgeliefert zu haben - mit offener Hose, aus der sein Penis herausgehangen haben soll. Der Mann bestritt die Vorwürfe. Die Frau des Angeklagten sagte aus, für ein solches Delikt sei ihr Mann gar nicht üppig genug bestückt.

Der Anwalt schlug vor, die Sache sofort in Augenschein zu nehmen, was die Richterin am Amtsgericht Leer ablehnte. Auch zur Vermessung in der Rechtsmedizin kam es nicht mehr. Hintergrund ist die Verurteilung des Mannes zu einer Geldstrafe in einer anderen Sache. Dagegen würde die Strafe in dem aktuellen Fall nicht beträchtlich ins Gewicht fallen, hieß es vom Gericht. Laut Strafprozessordnung konnten die Juristen das Verfahren einstellen.