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10.04.2008

Nonstop vom Abi- in den Party-Stress

Es plumpsen Steine von Herzen. Allgemeine Gelöstheit macht sich breit. Und entlädt sich in Ausgelassenheit. Gott sei Dank, der Abi-Prüfungs-Stress ist vorbei; hurra, jetzt beginnt der Abi-Party-Stress mit der Sause „Abilicous“ in der Discothek „Casablanca“. Letztere Form von Stress steht ersterer in nichts nach, was die körperlichen Strapazen angeht.

Die Nacht hindurch tanzen zu House, Rock und Party-Ohrwürmern, zu viel trinken, die Orientierung bewahren auf der sich drehenden „Casa“-Tanzfläche, durch die Gegend springen, dabei schwitzen, tausende Menschen erst umarmen, dann abknutschen – und nicht zu vergessen: immer und immer wieder dieselbe Parole in die aufgeladene Disco-Atmospähre hinausschreien: „Aaabiii 2008!“

All das zehrt mächtig an den Kräften eines jungen Bildungsbürgers, hinterlässt hier einen Kater, dort ein penetrantes Fiepen im Ohr – und ist dennoch ein Vergnügen der besonderen Art. Wie sagt eine Abiturientin so schön irgendwann gegen zwei Uhr morgens, als „Abilicious“ noch am Toben und kein Ende in Sicht ist: „Ich bin sooo fertig. Abi feiern ist echt hart. Aber so geil.“ Kaum hat sie ausgesprochen, muss sie wieder ihrer Pflicht nach gehen: Jemanden um den Hals fallen, abknutschen, mit ihm tanzen, mit ihm grölen.

Die Verwandlung - begleitet von Musik aus den Plattenspielern der Deejays Gizz und 2 Rock G – ist vollständig vollzogen in dieser Mittwochnacht: Aus bildungshungrigen Stubenhockern, die nächtelang Prüfungsstoff in sich hineinstopfen, sind partyhungrige Nachtschwärmer geworden, die vom Nachtleben mit dem großen Löffel kosten – und nicht satt werden.

Abi-Partys haben einen ebenso festen Platz wie schriftliches und mündliches Abitur im Terminkalender der allermeisten unter den rund 1700 Gymnasiasten, die 2008 das Abitur ablegen und in der vergangenen Nacht „Abilicious“ feierten. Schon am Donnerstag wartet die nächste Party im Studentenclub „plus“.