nach oben
13.02.2013

Norweger löst mit Terrordrohung massiven Polizeieinsatz aus

Oslo (dpa) - Gut anderthalb Jahre nach den Terroranschlägen in Norwegen mit insgesamt 77 Toten hat eine Terrordrohung die Polizei in in Atem gehalten und Bürger in Angst versetzt. Ein Mann drohte am Dienstagabend in einem Bus mit der Sprengung des Parlaments und löste damit weitläufige Absperrungen und einen massiven Polizeiansatz aus.

Kurz nach Aufhebung der Absperrungen konnten die Fahnder am Mittwoch die Festnahme eines Norwegers als mutmaßlichem Urheber der Drohung bekanntgeben.

Der Mann habe in seiner Wohnung eine schusssichere Weste sowie eine Gaspistole gelagert, sagte Fahndungschef Arve Ratterung im Rundfunksender NRK. Augenzeugen in dem Bus hatten ihn als offenbar betrunken geschildert. Der Stabschef der Osloer Polizei, Johan Fredriksen, nannte den massiven Einsatz im Gefolge der «nicht spezifizierten Drohung« rückblickend «an der oberen Grenze». «Wir wollten aber kein Risiko eingehen,» sagte er weiter.

Am 22. Juli 2011 hatte der rechtsradikale Islamhasser Anders Breivik bei zwei Terroranschlägen mit 77 Toten auch eine Autobombe im Osloer Regierungsviertel gezündet. Dabei starben acht Menschen. Mehrere Gebäude wurden schwer beschädigt. Kurz danach tötete Breivik 69 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Ferienlagers auf der Insel Utøya.