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11.06.2012

PZ-zapp: EM-Geplänkel mit Fräulein Katrin und Titan Kahn

Katrin Müller-Hohenstein sieht schon recht gut aus. Die Sportmoderatorin wirkt immer nett. Na ja, ihre Haare muten manchmal etwas hingeklebt an, aber mit der könnte man schon mal auf den Fußballplatz gehen. Und sie ist auf jeden Fall hübscher als Oliver Kahn. Der Torwarttitan beweist im Duett mit der ZDF-Vorzeigesportfrau allerdings immer wieder, dass man nicht unbedingt wie ein glatt gebügelter Teenieschwarm aussehen muss, um im Sport Gehör zu finden.

Dass er überhaupt reden kann und dann auch noch mehr als Plaudertäschchen Lothar Matthäus zu sagen hat, hat mich zu Beginn seiner Karriere schon verwundert. Schließlich ist er ja bloß Fußballer. Am Sonntag jedenfalls habe ich die EM-Berichterstattung im ZDF angesehen und mich über den Oliver Kahn gefreut.

Seine Partnerin am „Fußballstrand auf Usedom“ (ZDF) blieb mal wieder etwas blass. Sie bemüht sich zwar, kritische Anmerkungen zu machen, aber das wirkt eben immer irgendwie so bemüht. Und am Ende ist sie doch wieder bloß das nette Mädchen Katrin. Viel zu brav.

Da lobe ich mir den Kahn. Zwar hat man zeitweise nichts von seinen Augen gesehen (das müssen die verkniffenen Schlitze gewesen sein), weil er wohl von irgendwas geblendet wurde, aber bei Kahn faszinieren mich ohnehin mehr seine mahlenden Kiefer, aus denen er seine Aussagen kraftvoll herauspresst. Oder sein kantiges, holzschnittartiges Lächeln. Ganz süß wird es, wenn Kahn versucht, charmant zum Fräulein Katrin zu sein, und sie dann so jüngferlich züchtig reagiert. Passend zum ZDF eben.

Ein richtiges Paar werden die beiden wohl nie. Anders wie bei Gerhard Delling und Günter Netzer von der ARD. Die müssen schon lange verheiratet sein, sonst würden sie nicht so rechthaberisch miteinander reden.

Ich fände es genial, wenn der Kahn mit dem Netzer ein Moderatorenduo bilden würde. Ohne die brave Müller-Hohenstein und ohne den öden Dampfplauderer Delling. Und bitte auch ohne den glatt gebügelten, langweiligen Dauergrinser Waldemar Hartmann. Netzer/Kahn könnten endlich mal so richtig ketzerisch vom Leder ziehen oder streiten, bis die Fetzen fliegen - und kein zahnloser Schönwetter-Moderator würde sie ausbremsen. Das wären Sternstunden im deutschen Sportfernsehen.

Das Ganze aber bloß nicht am „Fußballstrand von Usedom“. Da herrschte doch gestern keine echte EM-Partystimmung mit den brav auf Kommando klatschenden Pauschal-Frühbucher-Ostseetourismus-Senioren in den Deck-Chairs. Und die riesige leere Bühne erinnerte mehr an einen Ufo-Landeplatz. Wenn denn bloß eines gelandet wäre. Die kleinen grünen Männlein und der Olli. Das wäre es gewesen. Thomas Kurtz

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