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06.02.2008

Pforzheim in den Enzreis integrieren

Die SPD ist die drittstärkste Kraft im Kreistag des Enzkreises. Für SPD-Fraktionssprecher Jochen Protzer gibt es am "Wohlfühlkreis" nicht viel auszusetzen. Sein großer Wunsch: Die Stadt Pforzheim in den Landkreis zu integrieren, um Ressourcen in einem einheitlichen Lebensraum bündeln zu können.

Wo liegen die Stärken des Enzkreises?

Jochen Protzer: Der Enzkreis ist ein „Wohlfühlkreis“ mit beachtlicher wirtschaftlicher Stärke, hochgradiger sozialer Ausprägung, einer weitgehend intakten Natur.

Der Enzkreis zeigt eine ausgezeichnete Infrastruktur in seinen 28 Städten und Gemeinden, in denen sich die Bürgerschaft mit der heimatlichen Region identifiziert.

Wo liegen die Schwächen des Enzkreises?

Jochen Protzer: Keine Schwäche, aber erhebliches Verbesserungspotenzial sehe ich in manchen Orten in den fehlenden „schnellen“ Internet-Anschlüssen, um in der heutigen Kommunikationswelt auf der Höhe der Zeit zu sein.

Einen erheblichen Investitionsbedarf sehe ich auch im Bildungsbereich, sowohl an kommunalen wie auch an kreiseigenen Schulen. Das strukturelle Problem der Region ist die Trennung von Pforzheim als kreisfreie Stadt im Enzkreis.

In welche Richtung sollte sich der Enzkreis entwickeln?

Jochen Protzer: Das Zusammenwachsen mit der Stadt der Pforzheim steht auf meiner Agenda ganz oben, mit dem klaren Ziel der Einbeziehung von Pforzheim in den Enzkreis. Ein einheitlicher Lebens- und Verwaltungsraum mit Bündelung von Ressourcen ist die richtige Antwort auf die Fragen der Zukunft in einem Wettbewerb der Regionen um Einwohner und Unternehmen.