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Pistorius vor Gericht © dpa
03.03.2014

Pistorius-Prozess verzögert - Frau bietet mehr Material an

Pretoria. Der Beginn des weltweit beachteten Mordprozesses gegen den südafrikanischen Paralympics-Star Oscar Pistorius (27) hat sich am Montag verzögert. Ursache war nach Angaben eines Gerichtssprechers das Fehlen eines Übersetzers. Das Verfahren sollte später am Vormittag beginnen, kündigte der Sprecher an.

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Am Morgen versuchte zudem eine Frau, dem Gericht neues Material vorzulegen. Die Frau, die sich lediglich «Annemarie» nannte, ist nach eigenen Angaben die frühere Frau des Orthopäden von Pistorius, Gerald Versfeld. Sie glaubt, Pistorius habe eine alte Kopfverletzung, die ihn bei seiner Tat beeinflusst hätte. Das hatte sie schon zuvor südafrikanischen Journalisten erklärt, auf die sie allerdings einen geistig verwirrten Eindruck machte. Sie hatte schon die Urteilsverkündung zur Medienzulassung bei dem Pistorius-Prozess am vergangenen Dienstag in Pretoria aufgehalten.

Ein Großaufgebot von Journalisten wartete am Morgen darauf, dass die Richterin Thokozile Masipa das Verfahren in Pretoria eröffnete. Zunächst sollte der Staatsanwalt die Anklage verlesen. Er beschuldigt den behinderten Profisportler, am 14. Februar 2013 seine Freundin Reeva Steenkamp ermordet zu haben. Der Angeklagte bestreitet die tödlichen Schüsse nicht, beteuert aber, er habe in später Nacht hinter einer verschlossenen Tür einen Einbrecher vermutet.