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Im belgischen Verviers soll es bei einer Anti-Terror-Aktion mehrere Tote gegeben haben.
Im belgischen Verviers soll es bei einer Anti-Terror-Aktion mehrere Tote gegeben haben. © dpa
15.01.2015

Planten IS-Kämpfer ein Attentat? Tote bei Anti-Terroraktion in Belgien

Brüssel. Bei der Anti-Terror-Aktion gegen heimgekehrte Syrien-Kämpfer im ostbelgischen Verviers hat es zwei Tote gegeben. Ein Mensch sei verletzt worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Eric van der Sypt, am Donnerstag in Brüssel. Kein Polizist sei unter den Opfern.

Verviers liegt unweit der deutsch-belgischen Grenze rund 35 Kilometer von Aachen entfernt. Die Sicherheitskräfte griffen parallel an mehreren Orten zu, auch in Brüssel und in Vilvoorde nördlich der Hauptstadt. Es drohte laut Staatsanwaltschaft ein Terroranschlag in Belgien.

In Verviers hätten die Verdächtigen das Feuer auf die Polizisten eröffnet, so der Sprecher. Medien hatten zunächst von drei Toten in Verviers gesprochen. Für ganz Belgien wurde die Terrorwarnstufe von Zwei auf Drei heraufgesetzt. Die Skala hat ingesamt vier Stufen, Vier ist der Maximalwert.

In Verviers gebe bis zu zehn Personen, die in Syrien gewesen seien, berichtete der belgische TV-Sender RTL-Info.

Ein bewaffneter Mann soll am Donnerstag in einer Brüsseler U-Bahn-Haltestelle religiöse Parolen in Arabisch und Französisch skandiert haben. Der Mann sei flüchtig, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga am Donnerstag. Der Vorfall ereignete sich in der Station „Ribaucourt“ im Stadtbezirk Molenbeek. Ob es einen Zusammenhang mit dem Anti-Terroreinsatz in Verviers gibt, bleibt zunächst offen.