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31.07.2012

Polizei beschlagnahmt in Portugal und Australien tonnenweise Drogen

Bei spektakulären Schlägen gegen die Drogenmafia hat die Polizei in Australien und Portugal mehrere Tonnen Rauschgift sicher gestellt. In Sydney machten die Ermittler einen der größten Drogenfunde der australischen Kriminalgeschichte. Beamte beschlagnahmten eine halbe Tonne Heroin und synthetisches Methamphetamin. Bei dem synthetischen Suchtstoff war es die größte Menge, die in Australien je beschlagnahmt wurde, bei Heroin der drittgrößte Fund aller Zeiten.

An der Atlantikküste in Portugal nahm die Polizei neun Männer fest und beschlagnahmte rund drei Tonnen Haschisch mit einem Marktwert von rund neun Millionen Euro. Ein Drogenschmuggler kam bei dem Zugriff ums Leben.

Die australischen Ermittler zerschlugen am Montagabend einen Drogenschmugglerring aus Hongkong, wie die Polizei am Dienstag berichtete. Sieben Menschen im Alter von 29 bis 61 Jahren wurden festgenommen. Ihnen droht lebenslange Haft. Die Polizisten stellten in Schiffscontainern 252 Kilogramm Heroin und 306 Kilogramm Methamphetamin sicher. Das Rauschgift war in Terrakotta-Töpfen versteckt. Es hätte auf dem Schwarzmarkt eine halbe Milliarde australische Dollar (430 Millionen Euro) eingebracht, schätzt die Polizei.

Auf das geplante Schmuggelgeschäft hatten US-Drogenfahnder die Australier vor einem Jahr aufmerksam gemacht. «Wir haben einige Leute, die wir verdächtigten, Rauschgift zu schmuggeln, über elf Monate dicht beschattet», sagte der stellvertretende Polizeichef Andrew Colvin. Nach seinen Angaben wurden im vergangenen Jahr 14 Tonnen Drogen in Australien beschlagnahmt.

Bei der Aktion in Portugal kam ein Drogenschmuggler ums Leben. Das teilte die portugiesische Kriminalpolizei am späten Montagabend in Lissabon mit. Der Zugriff erfolgte bereits am frühen Samstagmorgen unweit der Kleinstadt Odemira im Südwesten des Landes. Die Beamten erspähten eine Gruppe, die das Rauschgift vor Tagesanbruch von einem Schnellboot an Land bringen wollte. Nach Warnschüssen der Polizei sprang einer der Männer ins Wasser und wurde von einer Schiffsschraube erfasst. Der Spanier erlag seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus. Anderen glückte die Flucht. Bei den Festgenommenen handelt es sich um sechs Portugiesen und drei Spanier im Alter zwischen 22 und 67 Jahren.

Das Rauschgift stamme wahrscheinlich aus Marokko und sollte nach Spanien transportiert werden, erklärte die Kriminalpolizei. Die spanischen und portugiesischen Behörden arbeiten seit eineinhalb Jahren zusammen gegen den Drogenschmuggel. dpa