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15.07.2011

Polizei-Beobachtung beendet: Kinderschänder schlägt erneut zu

DORTMUND. Was viele befürchtet haben, ist nun eingetroffen: Ein vorbestrafter Sexualstraftäter, der wegen eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte aus der Sicherungsverwahrung entlassen werden musste, hat sich am 26. Januar in der Dortmunder Innenstadt wieder an einem siebenjährigen Mädchen vergangen. Der 51-Jährige wurde bis Ende Dezember 2010 noch täglich rund um die Uhr von der Polizei observiert.

Die Polizei hatte im Einverständnis mit Führungsaufsicht und Therapeuten die Überwachung gelockert. Angeblich soll der wegen mehrfachen Missbrauchs an Jungen verurteilte Mann als Musterbeispiel einer Resozialisierung gegolten haben.

Der Mann war erst im September 2010 von Düsseldorf nach Dortmund gezogen. Er soll nach Angaben der Polizei das Mädchen auf dem Heimweg von der Schule angesprochen und die Siebenjährige in eine Tiefgarage gelockt haben, wo er sie missbrauchte. Er ist geständig.

Die Suche nach dem Kinderschänder hatte länger gedauert, da das Kind den Mann nicht genau genug beschreiben konnte. Die DNA-Auswertung einer Speichelprobe führte schließlich zum Täter, der am Donnerstag festgenommen wurde. dpa/tok

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