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Der Leiter der SOKO "Spickel", Klaus Bayerl (l), zeigt während der Pressekonferenz am 30.12.2011, die anlässlich der Verhaftung zweier Tatverdächtiger im Augsburger Polizistenmord stattfand, auf eine Tafel mit den beschlagnahmten Waffen. Foto: dpa
Der Leiter der SOKO "Spickel", Klaus Bayerl (l), zeigt während der Pressekonferenz am 30.12.2011, die anlässlich der Verhaftung zweier Tatverdächtiger im Augsburger Polizistenmord stattfand, auf eine Tafel mit den beschlagnahmten Waffen
04.01.2012

Polizistenmord Augsburg: Weiteres Waffenlager entdeckt

Augsburg/München. Ein weiteres Waffenlager hat die Polizei bei ihren Ermittlungen zum Augsburger Polizistenmord entdeckt. Wie die «Süddeutsche Zeitung (Mittwoch) berichtet, fanden sich in dem Lager der beiden tatverdächtigen Brüder etwa 20 weitere Pistolen und Gewehre. Bereits bei der Festnahme des Duos in der vergangenen Woche hatte die Polizei mehr als 20 Waffen sowie rund 2000 Schuss Munition sichergestellt.

Die 56 und 58 Jahre alten Brüder sollen in der Nacht zum 28. Oktober in Augsburg den Polizisten Mathias Vieth erschossen haben. Bisher schweigen sie zu dem Tatvorwurf.

Der hauptverdächtige jüngere Bruder war bereits wegen eines anderen Polizistenmordes aus dem Jahr 1975 zunächst zu lebenslanger Haft verurteilt und nach 19 Jahren entlassen worden. Wie die Zeitung weiter berichtet, war der Mann während seiner Haftzeit im Jahre 1990 maßgeblich an einer Gefängnis-Revolte in Straubing beteiligt.

Bei dem Gefängnis-Aufstand von 1990 sei er mit anderen Häftlingen auf das Dach der Anstalt geklettert, bis sie von Polizeibeamten gewaltsam heruntergeholt wurden. Dabei kam es zu Rangeleien. Die Staatsanwaltschaft Regensburg erhob deshalb Anklage wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Das Verfahren wurde eingestellt, weil die zu erwartende neue Strafe gegenüber der bereits verhängten lebenslangen Haft kaum ins Gewicht gefallen wäre. Vier Jahre später wurde die restliche Haftstrafe zur Bewährung ausgesetzt