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Der Gegner des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21, Gangolf Stocker, sitzt  im Rathaus in Stuttgart bei dem zweiten Schlichtungsgespräch zu Stuttgart 21.
Prominenter Stuttgart-21-Gegner Stocker vor Gericht © dpa
14.01.2011

Prominenter Stuttgart-21-Gegner Stocker vor Gericht

STUTTGART. Einer der prominentesten Stuttgart-21-Gegner, Gangolf Stocker, steht am kommenden Donnerstag vor Gericht. Der Sprecher des Bündnisses gegen das umstrittene Bahnvorhaben wehrt sich vor dem Amtsgericht Stuttgart gegen einen Strafbefehl in Höhe von 1500 Euro. Hintergrund sei, dass er als Versammlungsleiter während einer Demonstration Ende August vergangenen Jahres nicht an sein Handy gegangen sei, um einen Anruf der Polizei entgegenzunehmen, erläuterte Stocker.  

Dies habe er nicht getan, weil er umringt von lärmenden Demonstranten gewesen sei und ein Gespräch ohnehin nicht hätte führen können. Aus Sicht der Beamten ist er aber als Organisator der genehmigten Versammlung verpflichtet gewesen, den Anruf zu beantworten. Den Strafbefehl wertet Stocker als Angriff auf das Versammlungsrecht. «Wenn das von der Polizei weiter so gehandhabt wird, wird sich jeder überlegen, ob er noch eine Versammlung anmeldet», sagte der Organisator der traditionellen Montagsdemonstrationen gegen das 4,1 Milliarden Euro teure Bahnprojekt. Er werde weiterhin als Versammlungsleiter tätig sein.

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