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© dpa
19.08.2017

Protestzug gegen Neonazis, die an Hitler-Stellvertreter Heß erinnern

Berlin. Einige Hundert Menschen aus linken Gruppen haben am Samstagmittag einen Protestzug gegen eine Neonazi-Demonstration in Berlin-Spandau gestartet. Die Teilnehmer liefen in der Nähe des Bahnhofs los, wo auch die Rechtsextremisten starten wollten.

Die Demonstration anlässlich des 30. Todestags des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß ist laut Innensenator Andreas Geisel (SPD) mit hohen Auflagen verbunden. „Ein Verbot wäre mir sehr sympathisch gewesen, wir haben das sehr sorgfältig geprüft und festgestellt, dass die freiheitlich-demokratische Grundordnung leider auch für Arschlöcher gilt“, sagte er dem RBB-Inforadio.

Bis zum Mittag hatten sich rund 500 Neonazis versammelt. Nach Polizeiangaben wurden sie in Zelten „intensiv vorkontrolliert“. Rund 1000 Polizisten waren im Einsatz, um Zwischenfälle zu verhindern, wie ein Sprecher mitteilte.