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Foto: Symbolbild © dpa
11.02.2016

Prozess: Wöchentlich Sex mit der Stieftochter

Er soll seine Stieftochter vielfach missbraucht und davon Fotos via Internet verbreitet haben - nun hat ein 43-Jähriger ein Geständnis abgelegt. Fast ein Jahr lang sei es im Schnitt mindestens einmal pro Woche zu Sex mit dem Mädchen gekommen - im Schlafzimmer, in einer Partylounge, seiner Werkstatt, im Garten oder auf der Terrasse des Anwesens im thüringischen Saale-Orla-Kreis, gab er am Donnerstag vor dem Landgericht Gera zu.

Auch habe er davon Fotos gemacht, von denen er einige Bekannten auf Facebook geschickt habe. Das sei alles auch von dem Mädchen so gewollt gewesen, sagte er. Die Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin war noch keine 14 Jahre alt, als alles begann.

«Es tut mir leid, was passiert ist», sagte der Angeklagte, der auch versucht hatte, aus der Untersuchungshaft zu fliehen. Seine frühere Lebensgefährtin und Mutter des Opfers schilderte ihn im Prozess als aggressiven und manipulativen Menschen. Sie habe ihn in flagranti mit ihrer Tochter erwischt. «Ich werde das nie vergessen», sagte sie.

Das Gericht stellte dem Angeklagten im Falle eines Geständnisses eine Haftstrafe zwischen sechs und sieben Jahren in Aussicht. Angeklagt waren zunächst etwa 100 Fälle, in denen der Mann Sex mit dem Mädchen gehabt haben soll, teils ohne zu verhüten. Für etwa die Hälfte davon stellte das Gericht das Verfahren ein, weil die Anklage zunächst von zweimal wöchentlichem Geschlechtsverkehr ausgegangen war.