nach oben
Prozessbeginn_fuer_K_43947338.jpg
20.01.2015

Prozess gegen Batman-Amokläufer beginnt

Denver. In Denver im US-Staat Colorado beginnt heute der Prozess gegen den Kino-Amokläufer James Holmes. Der 27-Jährige hatte im Juli 2012 bei einem Überfall auf eine Vorführung des neuesten «Batman»-Films 12 Zuschauer erschossen und 58 weitere verletzt. Unter den Opfern war auch ein sechsjähriges Mädchen. Sollte Holmes verurteilt werden, droht ihm die Todesstrafe.

Bildergalerie: Prozess gegen Batman-Amokläufer beginnt

Holmes plädierte wegen Unzurechnungsfähigkeit bereits auf nicht schuldig. Die 166 Punkte umfassende Anklageschrift legt ihm Mord, versuchten Mord, sowie die Verwendung von Sprengstoffen und Waffen zur Last.

Mit einer Gasmaske und Schutzweste bekleidet hatte der schwer bewaffnete Täter zunächst Rauchbomben geworfen und Tränengas versprüht. Einige Kinobesucher glaubten zunächst an einen Werbegag, bis er das Feuer eröffnete.

Der Prozess beginnt zunächst mit der Auswahl der Geschworenen. Die entscheidende Frage in dem Verfahren dürfte sein, ob der Angeklagte schuldfähig ist. Die Verteidigung plädierte im Vorfeld auf Unzurechnungsfähigkeit. Die Holmes-Anwälte hatten von Anfang an geltend gemacht, dass ihr Mandant schwer gestört sei. Den Amoklauf habe er während einer besonders psychotischen Phase begangen. Dagegen will die Staatsanwaltschaft betonen, dass Holmes seine Tat monatelang plante und sich ein Waffenarsenal zulegte - dies beweise klar die Schuldfähigkeit.

Es sei kaum zu erwarten, dass sich die Verhandlung vor Juni um inhaltliche Fragen drehen werde, kündigte Gerichtssprecher Jon Sarche an.