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Ein totes Baby wird in einer Plastiktüte gefunden. Die Mutter hat es im Keller abgelegt. Auch einen weiteren Sohn hat die Frau wohl sterben lassen. Die Babys wurden als lästig empfunden, sagt der Richter.
Ein totes Baby wird in einer Plastiktüte gefunden. Die Mutter hat es im Keller abgelegt. Auch einen weiteren Sohn hat die Frau wohl sterben lassen. Die Babys wurden als lästig empfunden, sagt der Richter. © dpa
Ein totes Baby wird in einer Plastiktüte gefunden. Die Mutter hat es im Keller abgelegt. Auch einen weiteren Sohn hat die Frau wohl sterben lassen. Die Babys wurden als lästig empfunden, sagt der Richter.
Ein totes Baby wird in einer Plastiktüte gefunden. Die Mutter hat es im Keller abgelegt. Auch einen weiteren Sohn hat die Frau wohl sterben lassen. Die Babys wurden als lästig empfunden, sagt der Richter. © dpa
Ein totes Baby wird in einer Plastiktüte gefunden. Die Mutter hat es im Keller abgelegt. Auch einen weiteren Sohn hat die Frau wohl sterben lassen. Die Babys wurden als lästig empfunden, sagt der Richter.
Ein totes Baby wird in einer Plastiktüte gefunden. Die Mutter hat es im Keller abgelegt. Auch einen weiteren Sohn hat die Frau wohl sterben lassen. Die Babys wurden als lästig empfunden, sagt der Richter. © dpa
14.02.2014

Prozess um getötete Babys: Mutter zu sieben Jahren Haft verurteilt

Görlitz. Zwei Neugeborene ließ die junge Frau kurz nach der Entbindung sterben, nun wurde die 28-Jährige aus Hoyerswerda in Sachsen zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Das Landgericht Görlitz sprach sie am Freitag des versuchten und vollendeten Totschlags schuldig. Die Frau hatte demnach 2011 und 2013 in der Wohnung ihrer Eltern heimlich jeweils einen Sohn zur Welt gebracht.

Ermittler hatten die Leiche des zuletzt geborenen Jungen im Juli vergangenen Jahres im Keller des Mehrfamilienhauses gefunden, in dem die Angeklagte wohnte. «Wir sind überzeugt, dass das Kind gelebt hat», sagte der Vorsitzende Richter Theo Dahm. Die Angeklagte habe das Neugeborene in Textilien eingewickelt und das Bündel in eine Plastiktüte gestopft, die sie in einem Kellerschrank versteckte.

Im Fall des 2011 entbundenen Kindes ging die Kammer von versuchtem Totschlag aus. Sie berief sich unter anderem auf Zeugenaussagen, wonach die Angeklagte den Säugling in einer Kühlbox abgelegt und sich selbst überlassen habe. Das weitere Schicksal des Säuglings sei unbekannt - die Leiche wurde nicht gefunden.

«Wir können nicht mehr feststellen, ob die Angeklagte den Tod des Kindes herbeigeführt hat», sagte Dahm. Die Angeklagte und ihr Freund hätten sich nicht in der Lage gefühlt, Nachwuchs aufzuziehen. «Das Kind war ihnen lästig.» Schon 2010 hatte die Frau eine Schwangerschaft abgebrochen.

Die 28-Jährige nahm den Richterspruch am Freitag äußerlich unbewegt auf. Während der Verhandlung hatte sie zu den Vorwürfen geschwiegen.