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07.06.2010

Randerscheinungen vom "PFestival": Was sonst noch war

PFORZHEIM. Es gab vieles, was man sich am Samstag beim „PFestival“ der „Stand up“-Initiative holen konnte: einen Sonnenbrand, feine Erdbeerbowle, Heiserkeit vom vielen Mitsingen oder zur Abkühlung ein leckeres Eis. Für letzteres entschied sich Claus Müller, auch bekannt als Schlagzeuger der Band „Fools Garden“.

Er war zu Fuß von der Nordstadt zum Marktplatz gelaufen, um sich in Begleitung von Sandra Barisic anzuhören, was die Musiker dort so alles zu bieten haben. Bei dieser Gelegenheit ließ er sich zwei Kugeln Eis schmecken. „Stracciatella und Cookies – total lecker“, kommentierte Müller seine Wahl.

Eher verwählt hatten sich hingegen einige Musiker in Sachen Outfit. Rapper Eko Fresh kam schick mit Hemd und Krawatte auf die Bühne und machte aufgrund der Hitze kurzerhand „oben ohne“ weiter. Doch die vielen Tattoos konnten nicht von dem ablenken, was sich weiter unten befand: elegante, braune Lederschuhe und graue Sneakersocken zur weiten Dreiviertel-Jeans. Huch! Darauf angesprochen, meinte der Rapper lässig: „Ja ich weiß, ich hätte besser Turnschuhe anziehen sollen. Vor allem, weil ich von dem vielen Springen auf der Bühne jetzt total fertig bin. Ich bin nun mal kein Sportler. . .“

Ebenso gelassen nahm Skannibal Schmitt von „Tribuman“ aus Straßburg die Sommertemperaturen. Noch bevor er den ersten Ton gesungen hatte, zog er sich Socken und Schuhe aus und machte seine Reggae-Nummer kurzerhand barfuß. Den „PFestival“-Besuchern gefiel die Show – zumindest kamen aus den ersten Reihen keine Klagen über diesen Entschluss, und auch zum Naserümpfen hatte der schuhlose Franzose niemanden verleitet.

Barfuß auf die Bühne? Das wollten sich die Mädels von „Queensberry“ nicht leisten, denn schicke Schuhe gehören fest zu ihrem Auftritts-Outfit. Bei ihnen galt das Motto „Oben hui – und unten auch“. Auf schon fast mörderisch hohen Absätzen und quietschig-pinken Accessoires mögen sie für manch einen Teenager eine modische Inspiration gewesen sein.

Ganz schlicht in Jeans, T-Shirt und Turnschuhen moderierte der 22-jährige Marcel Pramschüfer aus Köln das Event. Er war schon vergangenes Jahr beim „PFestival“ dabei und sparte nicht mit frechen Kommentaren. Wer ihn mal wieder im Einsatz sehen will, der kann dies im Musikvideo zu Eko Freshs aktuellem Song „Arschloch“ tun. Inwieweit der Moderator den Rapper für den Text inspiriert hat, wollte Pramschüfer jedoch nicht verraten. Da genügte ein breites Grinsen. . .