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Unter dem Hashtag #Breitscheidplatz häufen sich vor allem auf Twitter die Reaktionen zum mutmaßlichen Anschlag in Berlin.
Unter dem Hashtag #Breitscheidplatz häufen sich vor allem auf Twitter die Reaktionen zum mutmaßlichen Anschlag in Berlin. © dpa/PZ
20.12.2016

Reaktionen auf die LKW-Todesfahrt von Berlin

Aus Deutschland und der ganzen Welt gibt es Reaktionen und große Anteilnahme zu den Ereignissen in Berlin. In den sozialen Medien und vor allem auf Twitter tun die Menschen unter dem Hashtag #Breitscheidplatz ihr Mitgefühl kund. PZ-news hat einige Reaktionen für Sie zusammengefasst.

Bundeskanzlerin Angela Merkel gab bei einer Pressekonferenz am Dienstagvormittag bekannt: "Das ist ein sehr schwerer Tag." Sie denke in diesen Stunden zuallererst an die Toten und Verletzten. Ein ganzes Land sei in Trauer vereint. "Wir wollen nicht damit leben, dass uns die Angst vor dem Bösen lähmt", sagte Merkel. "Auch wenn es in diesen Stunden schwerfällt: Wir werden die Kraft finden für das Leben, wie wir es in Deutschland leben wollen: frei, miteinander und offen."

Pforzheimer fühlen sich auf dem Weihnachtsmarkt sicher

Stellvertretend für die Regierung zeigte Sprecher Steffen Seibert sein Mitgefühl auf Twitter.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière zeigte sich erschüttert. "Meine Gedanken sind jetzt bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzten des schrecklichen Vorfalls", schrieb er auf Twitter. Er stehe in "unmittelbaren und durchgehenden Austausch mit den Sicherheitsverantwortlichen im Land Berlin." Er habe zudem Unterstützung durch die Bundespolizei angeboten. Der Bundesinnenminister ordnete für den heutigen Dienstag Trauerbeflaggung der Bundesbehörden an. Bundesjustizminister Heiko Maas teilte mit, dass der Generalbundesanwalt den Fall übernimmt.

Bundesjustizministes Heiko Maas bekundete ebenfalls sein Mitgefühl auf Twitter.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier sprach den Familien, Angehörigen und Freunden der Opfer sein Mitgefühl aus. "Wir wissen noch nicht mit Gewissheit, was heute Abend wirklich geschehen ist. Die Sicherheitsbehörden arbeiten mit Hochdruck daran, die Unglücksstelle zu sichern und die Täter zu finden", so der Minister auf Twitter.

Frankreichs Präsident Hollande erklärte: "Die Franzosen teilen die Trauer der Deutschen angesichts dieser Tragödie, die ganz Europa trifft". Italiens Ministerpräsident Gentiloni bekundete via Twitter seine "Solidarität mit Angela Merkel und der deutschen Bevölkerung".

US-Präsident Obama verurteilte das Geschehen in Berlin "auf das Schärfste" und bekräftigte: "Wir stehen zusammen mit Berlin im Kampf gegen all diejenigen, die unsere Art zu leben und unsere Gesellschaft bedrohen." Die USA seien bereit, Hilfe zu leisten - auch bei der Untersuchung des Vorfalls.

EU-Kommissionspräsident Juncker sagte: "Meine Gedanken und die der gesamten Europäischen Kommission sind bei den Familien und Angehörigen all jener, die in Berlin getötet und verletzt wurden. Wir sind mit den Opfern in tiefer Trauer verbunden." Der Präsident des Europäischen Rates Tusk zeigte sich per Twitter "tief ergriffen": "Meine Gedanken sind mit den Opfern. Europa ist bereit zu helfen."

Auch in Pforzheim sind bereits erste Reaktionen auf die Geschehnisse in Berlin zu sehen: Die Fahnen an öffentlichen Gebäuden hängen auf Halbmast. Wie zum Beispiel am Hilda Gymnasium in Pforzheim.

In den sozialen Medien häufen sich zum Teil wilde Spekulationen rund um den Anschlag. Andere wiederum raten, ruhig zu bleiben und Gerüchte zu vermeiden.

Facebook hat nach dem möglichen Anschlag in Berlin seinen Sicherheits-Check aktiviert. Nutzer, die in der Region rund um den Unglücksort sind, können Freunden mitteilen, dass sie in Sicherheit sind. Der Service war in den vergangenen Monaten immer wieder aktiviert worden - etwa nach den Anschlägen in Nizza oder Brüssel, oder nach der Gewalttat in München.

So aktivieren Sie den sogenannten "Safety Check":

Weitere Informationen hier: www.facebook.com/about/safetycheck

Unterdessen hält die Berliner Polizei die Menschen die Berliner Polizei die Öffentlichkeit auf Twitter auf dem Laufenden und gibt Tipps zum richtigen Umgang mit Informationen zum mutmaßlichen Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt.

>>> Den kompletten Twitterfeed der Berliner Polizei und weitere Informationen zu den Geschehnissen finden Sie hier <<<

Auch auf anderer Ebene gab es unittelbare Reaktionen. Die Komiker Jan Böhmermann und Olli Schulz haben eine Veranstaltung im Berliner Tempodrom nach dem möglichen Anschlag in der Hauptstadt abgebrochen. «Das ist drei Kilometer von hier passiert. Ich war erst vor ein paar Tagen da. Ich glaube, das ist einfach so scheiße gerade und wir können auch nicht die richtigen Worte dafür finden. Auf alle Fälle können wir jetzt nicht weiter hier gute Laune verbreiten und Party machen, wenn hier Menschen sterben», sagte Schulz am Montagabend.

Sein Partner Jan Böhmermann ergänzte unter dem Applaus des Publikums: «Kommt sicher nach Hause. Verbreitet keine Gerüchte und hört nicht auf die Arschgeigen, die dieses schreckliche Ereignis jetzt für ihre politischen Zwecke instrumentalisieren. Das ist nämlich das Allerletzte.» Bei dem möglichen Anschlag auf einem Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen.