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Die öffentlichen Verkehrsmittel wurden wegen der riesigen Gaswolke für mehrere Stunden gestoppt oder umgeleitet.
Die öffentlichen Verkehrsmittel wurden wegen der riesigen Gaswolke für mehrere Stunden gestoppt oder umgeleitet. © dpa
07.12.2012

Riesige Gaswolke verursacht Chaos in Buenos Aires

Buenos Aires. Eine falsche Brandlöschung von Pestiziden löst im Hafen von Buenos Aires eine enorme Gaswolke aus, dann gibt es auch noch einen starken Regen: Hunderttausende suchen zwischen Gas und Wasser den Weg nach Hause.

Eine aus Pestizid entstandene Gaswolke hat in Buenos Aires ein Verkehrschaos verursacht. Aus einem Container im Hafen der argentinischen Hauptstadt war am Donnerstag eine geringe Gasmenge entwichen. Die Feuerwehr fürchtete einen Brand und bewarf den Inhalt von zwei Pestizid-Tonnen mit Wasser, was eine Reaktion der aktiven Komponente des Gifts verursachte und eine riesige Gaswolke auslöste, wie die Zeitung «Clarín» am Freitag berichtete. Starker Regen sorgte für weiteres Chaos in der Stadt.

Die geringe Toxizität des Pestizids begrenzte die gesundheitlichen Folgen auf leichte Augen-, Nasen- und Halsbeschwerden. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden handelte es sich um eine Ladung von 35 Containern mit dem Pestizid Thiodicarb in 35-prozentiger Konzentration, die von Singapur nach Paraguay transportiert wurden. Der Unfall passierte, als das Gift im Hafen von Buenos Aires umgeladen wurde.

Die öffentlichen Verkehrsmittel wurden wegen der Gaswolke für mehrere Stunden gestoppt oder umgeleitet. Viele Bürohäuser wurden evakuiert, darunter auch das Gebäude der lokalen Bundesgerichte und die Gewerkschaftszentrale CGT, wie der Nachrichtensender TN berichtete. Das Kreuzfahrtschiff «Magnifica», das am Mittwoch in Buenos Aires angekommen war, legte wieder ab, um auf offenem Meer frische Luft zu erreichen.

Während viele Menschen von ihren Arbeitsplätzen in der Innenstadt nach Hause wollten, verstärkte sich der Regen und löste sogar Überschwemmungen in einigen Stadtteilen aus.