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Symbolbild: dpa
Symbolbild: dpa © Symbolbild: dpa
13.03.2015

Rollstuhlfahrer steckt fest: Lokführer hält Zug an und hilft

Greifenberg. Für einen feststeckenden Rollstuhlfahrer hat ein hilfsbereiter Lokführer seinen Zug angehalten. Der Angestellte der privaten Bayerischen Regiobahn (BRB) war vom Ammersee nach Augsburg unterwegs, als ihm sein Kollege des Gegenzugs telefonisch mitteilte, dass neben der Strecke zwischen Schondorf und St. Ottilien ein Mann hilflos im Rollstuhl festsitze.

Der Lokführer verlangsamte daraufhin die Fahrt, holte sich das OK des Fahrdienstleiters und stoppte den Zug bei Greifenberg, wie mehrere Medien berichten. Dann lief er die 50 Meter zu dem Mann, der mit seinem elektrischen Rollstuhl im aufgeweichten Boden steckengeblieben war. «Ich dachte, das geht am schnellsten», schilderte er der «Augsburger Allgemeinen» den Vorfall vom Dienstag. «Die Gegend ist so abgelegen, da kommt so schnell niemand vorbei und ich dachte, bis die Polizei ihn findet, hab' ich ihm schneller selbst geholfen.»

Er schob den Rollstuhl zurück auf den Waldweg, vergewisserte sich, dass mit dem Mann alles in Ordnung war, und saß vier Minuten später wieder im Triebwagen. «Das war so spontan, da hab' ich nicht mal eine Durchsage gemacht.» Die BRB lobte die Hilfsbereitschaft ihres Lokführers. Das Unternehmen sei stolz darauf, dass seine Mitarbeiter «ihrem großen Herzen Raum geben dürfen», sagte ein Sprecher.