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© Symbolbild dpa
15.02.2018

Rückkehr nach drei Jahren - Kater wartet an Haltestelle auf Frauchen

Gießen. Mehr als drei Jahre war er verschwunden - nun ist ein Kater aus Gießen in Hessen wieder bei seiner Besitzerin. Das Tier sei im Januar verletzt an einer Bushaltestelle gefunden worden, sagte eine Mitarbeiterin des Tierschutzvereins Gießen am Donnerstag. Dort, wo er einst sein Frauchen immer abholte.

Gefunden hatten Anwohner den rot-weißen Kater kurz vor Mitternacht wartend an einer Bushaltestelle in Gießen sitzend. Offenbar hätte er schon des Öfteren an dieser Haltestelle gewartet. Wegen einer offenen Bissverletzung an seinem Rücken brachten ihn die Anwohner ins Tierheim.

Von dort aus setzten die Tierschützer alle Hebel in Bewegung, um die Besitzer des Tieres zu finden. Der Kater war tätowiert, doch das Frauchen war nicht zu finden – offenbar war sie schon weggezogen. Die Tierschützer suchten nach Personen mit demselben Nachnamen in Gießen und wurden fündig, doch auch diese Kontaktdaten waren veraltet. Über die sozialen Netzwerke und viele Ecken wurden die Tierfreunde schließlich fündig.

Im Tierheim meldete sich eine völlig verblüffte Besitzerin von "Romeo". Jeden Abend, wenn sein Frauchen von der Arbeit kam, wartete der Kater an der Bushaltestelle, um sein Frauchen auf den letzten Metern bis ins Haus zu begleiten. Jeden Tag – bis er eines Abends im Oktober 2014 nicht wartete. Seit jenem Tag war das Tier verschwunden.

Umso größer war die Freude über das Auftauchen von "Romeo". Sein Frauchen weinte am Telefon und wollte es nicht glauben, dass ihr Kater zurück sei, berichten die Tierschützer.

Eine Geschichte mit Happy End: Das Frauchen nahm baldmöglichst Urlaub, reiste fünf Stunden nach Gießen und holte ihren Kater im Tierheim ab. "Auch der treue Kater schien die Frau nach all der Zeit zu erkennen und maunzte, was das Zeug hielt", heißt es in einer Mitteilung des Tierheims.