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Acht bewaffnete Bandidos (Symbolbild) standen 15 unbewaffneten Schüler eines Rugby-Jugendteams feindselig gegenüber, weil ein Rocker seinen Boxer-Hund aufs Spielfeld der Gymnasiasten einen unappetitlichen Haufen machen ließ und von der Wiese vertrieben wurde.
Acht bewaffnete Bandidos (Symbolbild) standen 15 unbewaffneten Schüler eines Rugby-Jugendteams feindselig gegenüber, weil ein Rocker seinen Boxer-Hund aufs Spielfeld der Gymnasiasten einen unappetitlichen Haufen machen ließ und von der Wiese vertrieben wurde. © Symbolbild: dpa
10.11.2011

Rugby-Schülermannschaft legt sich mit Rockern der Bandidos an

Wo „Bandido“ draufsteht, steckt meistens auch ein Bandido drin. Diese Erfahrung mussten Essener Gymnasiasten machen, die einen Rocker zurechtgewiesen hatten, der seinen Hund auf den Trainingsplatz einer Rugby-Jugendmannschaft einen unappetitlichen Haufen machen ließ. Nach einer kleinen Auseinandersetzung standen plötzlich vom Hundehalter herbeigerufene acht zum Teil mit Teleskop-Schlagstöcken bewaffnete Bandidos den 15 unbewaffneten Schülern gegenüber. „Die von den Sportlern alarmierte Polizei soll deutlich später erschienen sein und auf Verstärkung gewartet haben“, schreibt „derwesten.de“ über eine Gerichtsverhandlung zu dieser Auseinandersetzung.

Weil die Schüler und ihr Trainer ihre Trainingswiese ohne Hundekot bevorzugen, sollen sie im Juni den 58 Jahre alten Hundehalter gebeten haben, seinem Boxer an anderer Stelle Erleichterung zu verschaffen. Der anscheinend wenig sportverständige Sexshop-Betreiber soll per Faustschlag und Tritt in den Unterleib auf den Trainer losgegangen sein. Der Rugbycoach wiederum soll dann laut „derwesten.de“ den Bandido und seinen Hund mit einem VW Golf über die Trainingswiese gejagt haben.

Ruhig soll es erst dann geworden sein, als acht bewaffnete Bandidos den 15 unbewaffneten Schülern gegenüberstanden. Eine Massenkeilerei gab es jedoch nicht. Vielleicht hatte ja die Bandidos in ihrer Rockerkluft ob der Überzahl an jugendlichen Rugbyspielern in kurzen Hosen und T-Shirts der Mut verlassen. Weil dann irgendwann auch die Polizei in ausreichender Stärke vor Ort versammelt war, mussten die Rocker unverrichteter Dinge ihre Teleskop-Schlagstöcke wieder einpacken.

Laut „derwesten.de“ wurde das Verfahren gegen den aggressiven Hundehalter und den offroad Golf fahrenden Rugbytrainer relativ unspektakulär eingestellt. Und in den Annalen des Rockerclubs dürfte der wenig heroische Kampf der Bandidos gegen die Gymnasiasten ebenfalls keinen Eingang finden. tok