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20.07.2015

Rundum fit mit dem Rad

Fahrradpendler können sich das Fitnessstudio sparen. „Wer drei- bis viermal pro Woche 30 bis 45 Minuten radelt, der hat alles für seine Gesundheit getan“, sagt Achim Schmidt von der Deutschen Sporthochschule.

Eine Viertelstunde morgens hin zur Arbeit und die gleiche Etappe abends zurück nach Hause reichen also schon aus, um Übergewicht und typischen Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Herzleiden oder Diabetes vorzubeugen.

„Wichtig ist, beim Radfahren kontinuierlich zu treten, statt sich ständig rollen zu lassen“, betont Schmidt. Und das in einem möglichst leichten statt schweren Gang. „Eine hohe Trittfrequenz hat einen besseren Trainingseffekt, außerdem schont das Fahren in leichten Gängen die Gelenke“, erläutert der Radsportexperte.

Positive Faktoren

Fahrradfahren wirke sich in vieler Hinsicht positiv auf Körper und Geist aus: „Es ist gut für das Herz-Kreislauf-System, es stärkt die Muskulatur in Beinen, Gesäß, Rücken und Nacken und hält den Bewegungsapparat in Schuss“, zählt Schmidt auf. Die Psyche profitiere zum Beispiel vom Tageslicht, das Radler abbekommen, aber auch von der Abwechslung: Denn vom Fahrradsattel aus bekommen Pendler unterwegs mehr zu sehen, als wenn sie sich etwa in einen vollen Bus quetschen.

Wer fleißig strampelt und es nicht allzu gemütlich angehen lässt, verbrennt laut Schmidt viele Kalorien und erreicht sehr schnell eine Grundfitness, die bleibt. Außerdem hat Radeln etwa im Vergleich zum Laufen den Vorteil, dass sich Ungeübte kaum überfordern können, was kontraproduktiv wäre.

Ein Fehler ist unter Alltagsradlern allerdings verbreitet: Das Fahrrad ist zu groß oder zu klein für sie beziehungsweise Sattel und Lenker sind falsch eingestellt. „Die Leute sitzen oft viel zu tief“, hat Schmidt beobachtet. Das ist nicht nur anstrengend beim Treten, sondern schädlich für die Gelenke. Die Sattelhöhe stimmt, wenn das unten stehende Pedal mit ausgestrecktem Bein und waagerechtem Fuß knapp zu erreichen ist.