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Wrackteile bei der Absturzstelle des Flugzeugs. Foto: dpa © dpa
07.09.2011

Russisches Eishockey-Team stürzt in den Tod

MOSKAU. Beim Absturz eines Passagierflugzeugs in Russland sind nach übereinstimmenden Berichten von Medien mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. Von den insgesamt 45 Insassen hätten nach jüngsten Informationen zwei Menschen die Katastrophe überlebt, meldete die Agentur Interfax am Mittwoch unter Berufung auf den Flughafen in der Stadt Jaroslawl. Auch mindestens ein Deutscher soll unter den Opfern sein.

Einer der beiden Überlebenden ist Informationen der Agentur Interfax zur Folge der russische Spieler Aleksandr Galimov. Seine Ehefrau Marina Galimova teilte der Agentur mit, ihr Ehemann befinde sich derzeit in einem Krankenhaus. Sein Zustand sei kritisch aber die Ärzte kämpften um sein Überleben.

Bildergalerie: Eishockey-Team stürzt in den Tod: Deutscher unter den Opfern?

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Das Team spielte in der höchsten russischen Liga und war auf dem Weg zu einem Auswärtsspiel in der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Bei dem deutschen Opfer könnte es sich um den deutschen Nationalmannschaftsspieler Robert Dietrich handeln. Aus deutschen Quellen gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Kremlchef Dmitri Medwedew ordnete eine genaue Untersuchung der Tragödie an.

Die Maschine vom Typ Jak-42 habe unmittelbar nach dem Start möglicherweise eine Antenne gestreift, hieß es. Als Absturzursache kämen ein technischer Defekt und menschliches Versagen infrage, sagte ein Flughafenmitarbeiter.Das Flugzeug sei in zwei Stücke gebrochen und teilweise in die Wolga gestürzt, hieß es. Das Eröffnungsspiel der Kontinentalen Eishockey-Liga (KHL) zwischen Ufa und Mytischtschi wurde abgebrochen. Jaroslawl liegt etwa 280 Kilometer nordöstlich von Moskau.dpa