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Themen wie Digitalisierung, Rente, Bildung oder Pflege hatten im TV-Duell am 3. September kaum Pltz. Foto: Dpa
Themen wie Digitalisierung, Rente, Bildung oder Pflege hatten im TV-Duell am 3. September kaum Pltz. Foto: Dpa
13.09.2017

SPD kritisiert Nein zu zweitem TV-Duell: «Merkel kneift»

Berlin (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Vorstoß ihres SPD-Herausforderers Martin Schulz für ein zweites TV-Duell abgelehnt und damit erwartungsgemäß Empörung bei der SPD ausgelöst. «Frau Merkel kneift», sagte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil der Deutschen Presse-Agentur.«Das zeugt von mangelndem Respekt vor den Bürgerinnen und Bürgern und der demokratischen Auseinandersetzung», sagte er weiter. Merkel verweigere die Debatte über die Zukunft der Bildung, der Rente, der Pflege und der Digitalisierung. Schulz selbst pochte auf eine schriftliche Antwort der Kanzlerin.

Schulz hatte einen zweiten direkten Schlagabtausch nach dem TV-Duell vom 3. September gefordert. Im ZDF beklagte er am Dienstagabend, damals seien viele Punkte, die die Bürger bewegten, gar nicht angesprochen worden: «Deshalb habe ich Frau Merkel heute einen Brief geschrieben und sie aufgefordert, ein nächstes Duell mit mir zu machen, damit all' diese Punkte auch diskutiert werden können.»

Schulz selbst kritisierte am Mittwoch vor allem das Vorgehen bei der Absage. Am Rande eines Wahlkampfauftritts im hessischen Heppenheim sagte er: «Ich bin erstaunt, dass ich dem Bundeskanzleramt einen Brief schreibe, an die Kanzlerin persönlich - und das Adenauerhaus kommentiert das und lehnt das ab.» Das Nein war zunächst aus der CDU-Zentrale gekommen. Dort hieß es: «Angela Merkel hat gerne an einem TV-Duell teilgenommen. Dieses Format hat sich bewährt. Und dabei belässt sie es.»

Schulz sagte in Heppenheim: «Ich bin immer noch davon ausgegangen, dass das Bundeskanzleramt nicht die Parteizentrale der CDU ist, sondern eine Einrichtung, die dem Land dient.» Offensichtlich sei dies nicht der Fall. «Diese Überlappung von Parteiinteressen und Staatsaufgaben, die geht so nicht.» Er wiederholte: «Ich stehe zur Verfügung. Ich erwarte schon, dass Frau Merkel sich dazu herablässt, Briefe, die ich an sie richte, selbst zu beantworten.»

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann erklärte auf Twitter, der damalige SPD-Kanzlerkandidat Gerhard Schröder habe zwei TV-Duelle absolviert, der damalige US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama sogar drei. «#Merkel traut sich nur in eins. Warum so unsouverän?»

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte auf eine Journalistenfrage zu den Abläufen bei der Absage, Merkel habe sich «gerne und aus Überzeugung auch in diesem Wahljahr einem solchen Duell gestellt, weil sie die Gelegenheit zur konzentrierten Debatte mit dem Herausforderer Martin Schulz schätzt und weil das ein wichtiger Beitrag zur Meinungsbildung vieler Bürger sein kann». Dieses Format habe sich insbesondere auch neben Bürger-Frage-Formaten bewährt. «Bei dieser Mischung: Ein Duell und viele Interviews, Townhalls und so weiter, belässt es die Bundeskanzlerin.»

Seibert war vor dem ersten Duell kritisiert worden, weil er als Regierungssprecher mit über dessen Modalitäten verhandelt hatte.

Themen wie Digitalisierung, Rente, Bildung oder Pflege hatten im TV-Duell am 3. September kaum Pltz. Foto: Dpa

Dpa

helmut
13.09.2017
Schulz will zweites TV-Duell mit Merkel erzwingen

Die haben doch beide nichts Neues mehr zu sagen. Unmöglich was Martin Schulz gestern Abend so von sich gegeben hat. Immer an Symptomen rumgedoktert. Die Ursachen der soziale Schere spricht er nicht an. Dieses Tabuthema ist von Links bis Rechts tabu. Das was die obere Hälfte zu viel hat fehlt der unteren Hälfte. Da darf sich aus gutem Grund die Politik nicht kümmern, schreiben mir Politiker aller Farben. Dafür sind die Tarifparteien zuständig. Die Ergebnisse nehmen sie mit. 215 € mehr für ...... mehr...

HWB
13.09.2017
Schulz will zweites TV-Duell mit Merkel erzwingen

Na grosse Klappe-Mutti "wir schaffen das" nur was sie vorgeben kann und ihre Vasallen rennen hinterher. ANGST vor dem kleinen Schulz! Der könnte ja die besseren Argumente haben im zweiten Duell. Mutti go home und bleib da! mehr...

Defender
13.09.2017
Schulz will zweites TV-Duell mit Merkel erzwingen

warum sollte sie in ein Duell gehen in dem sie ggf Wahlstimmen verlieren kann - dieses Risiko eingehen, macht im Wahlkampf sicher keinen Sinn. mehr...

helmut
13.09.2017
Schulz will zweites TV-Duell mit Merkel erzwingen

Schulz wusste ganz genau dass Merkel das ablehnt. Warum sollte sie auch. Der Schulz hat nichts Weltbewegendes mehr auf Lager. Ein reiner Bluff um damit zu punkten. "Da schaut her, die Merkel kneift". Das aller letzte an Volksverblödung sind die Wählerbefragungen im TV der Spitzenpolitiker. Nichts was die nicht locker beantworten können. Nach den Ursachen von Problemen ist noch nie gefragt worden. Alles manipulierte Frager. Da sind sich alle Parteien einig. Die eigenen Pfründe stellt niemand zur ...... mehr...