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SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sinkt in der Wählergunst weiter nach unten, während sich Kanzlerin Angela Merkel über ein Umfragehoch für ihre CDU freuen kann. © dpa
11.01.2013

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück im Umfragetief

Peer Steinbrück kommt bei den Bürgern nicht gut an. Laut ZDF-Politbarometer wollen ihn nur noch 25 Prozent der Wähler als nächsten Regierungschef sehen. Damit liegt er auf der Politbarometer-Beliebtheitsskala hinter Außenminister Guido Westerwelle, aber noch vor dem Schlusslicht, dem FDP-Chef Philipp Rösler.

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Selbst unter den SPD-Anhängern sagten nur noch 63 Prozent, sie sähen den eigenen Kandidaten lieber im Kanzleramt als Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU). Im Dezember waren es noch 79 Prozent. Zuvor hatte bereits der ARD-«Deutschlandtrend» ergeben, dass derzeit nur 36 Prozent der Deutschen mit der Arbeit Steinbrücks zufrieden sind.

Bei den Grünen setzten nur 47 Prozent auf Steinbrück, meldete das ZDF am Freitag. Bei den Anhängern der Linken wollen demnach sogar mehr als doppelt so viele lieber Merkel (56 Prozent) als Steinbrück (25 Prozent).

Umfrage

Hat die SPD mit Kanzlerkandidat Peer Steinbrück eine Chance auf einen Regierungswechsel?

Ja 17%
Nein 77%
Weiß nicht 6%
Stimmen gesamt 375

Wenn bereits am nächsten Sonntag ein neuer Bundestag gewählt würde, erhielte die Union 42 Prozent (plus 2), sagen die Demoskopen der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen voraus. Das ist der höchste Wert für die Union seit fünf Jahren. Die SPD käme nur noch auf 28 Prozent (minus 2). Die FDP bliebe weiter bei 4 Prozent und wäre damit nicht im Bundestag, die Linke käme auf 6 Prozent (minus 1), die Grünen auf 13 Prozent (unverändert) und die Piraten auf 3 Prozent (unverändert). Damit wären nur vier Parteien im Bundestag vertreten. Neben einer großen Koalition hätte damit nur eine schwarz-grüne oder eine Koalition aus SPD, Linke und Grünen eine Mehrheit.

80 Prozent der Politbarometer-Befragten erwarten, dass die Krise der FDP noch länger anhalten wird. Als Grund sehen 59 Prozent das Spitzenpersonal der Partei, 31 Prozent primär die Politik der FDP. Trotz Skepsis meinten 51 Prozent der Befragten, dass die FDP als Partei noch gebraucht wird. Im März 2012 waren es nur 35 Prozent. Unter den Unions-Anhängern haben die Liberalen besonders viele Freunde: Hier meinen 67 Prozent, dass die FDP noch gebraucht wird. Hintergrund dürften Koalitionsüberlegungen sein: Auch einer starken Union fehlt ohne FDP ein Partner für eine bürgerliche Regierung.

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