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Bei einer Massenkarambolage sind fünf Menschen ums Leben gekommen.
08.04.2011

Sandsturm bei Rostock: Zehn Tote bei Unfall auf der Autobahn

KAVELSTORF/ROSTOCK. Eine Massenkarambolage in einem Sandsturm südlich von Rostock hat am Freitag mindestens zehn Menschen das Leben gekostet. Viele seien verletzt worden, teilte ein Polizeisprecher weiter mit. An dem Unfall auf der A19 nahe der Ortschaft Kavelstorf waren in beiden Fahrtrichtungen 40 bis 50 Fahrzeuge beteiligt. Ein dpa-Reporter am Unfallort berichtete von mindestens 20 Fahrzeugen, die Feuer fingen und ausbrannten. Darunter soll auch ein Gefahrguttransporter gewesen sein.

Bildergalerie: Sandsturm bei Rostock: Zehn Tote bei Massenkarambolage

Die Autos wurden ineinandergeschoben, sie müssten mit hoher Geschwindigkeit aufeinander gerast sein. „An der Unfallstelle herrscht ein Chaos“, sagte ein Augenzeuge. Die im beginnenden Wochenendverkehr stark befahrene Autobahn zwischen Rostock und Berlin wurde voll gesperrt. Weil deswegen die Nebenstrecken stark belastet waren, wurden auch Bergung und Transport der Verletzten erschwert.

Die Verletzten wurden in Krankenhäuser in Rostock und Güstrow gebracht. „Wir haben Ärzte und Schwestern zurückgeholt, zusätzliche Betten vorbereitet“, sagte der Ärztliche Direktor der Uniklinik Rostock, Professor Peter Schuff-Werner.

Der Grund für den Unfall soll schlechte Sicht gewesen sein. Ein seit dem Morgen herrschender Sturm hatte vermutlich Sand von umliegenden Feldern aufgewirbelt und über die Fahrbahn getrieben. Die Sichtweite soll unter 100 Metern gelegen haben.