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15.03.2016

Schießerei bei Anti-Terror-Razzia zu Pariser Anschlägen

Brüssel (dpa) - Bei einem Anti-Terror-Einsatz zu den Anschlägen von Paris sind in Belgien drei Polizisten leicht verletzt worden. Nach Angaben der Ermittler schoss ein Verdächtiger während einer Hausdurchsuchung in der Brüsseler Gemeinde Forest um sich. Der Schütze konnte zunächst fliehen, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt.

An dem Anti-Terror-Einsatz waren nach Angaben des belgischen Innenministeriums auch französische Ermittler beteiligt. Die Verletzten sind allerdings alle Belgier.

In welcher Art und Weise der Flüchtige in die Anschläge von Paris verwickelt gewesen sein könnten, blieb zunächst unklar. Von den Ermittlern gab es zunächst keine Hinweise darauf, dass es sich um den 26 Jahre alten Franzosen Salah Abdeslam handeln könnte. Dieser steht im Verdacht, an den Anschlägen beteiligt gewesen zu sein und ist deswegen einer der meistgesuchten Terroristen Europas.

Salah Abdeslam ist zugleich Bruder eines der Selbstmordattentäter, die sich in Paris mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft gesprengt hatten. Wie andere berüchtigte Islamisten auch wuchs er im Brüsseler Stadtteil Molenbeek auf. Dieser gilt als belgische Islamistenhochburg.

Bei den Pariser Anschlägen vom 13. November hatten mehrere Attentäter im Konzertsaal «Bataclan», an verschiedenen Bars und Restaurants sowie am Fußballstadion im Vorort Saint-Denis zugeschlagen. Insgesamt starben bei der Terrorserie 130 Menschen.

Bildergalerie: Schießerei bei Polizei-Razzia in Brüssel