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01.05.2008

Schimpfwort-Affäre noch nicht beendet

Sie müsse da einfach durch, sagte SPD-Gemeinderatsfraktionsvorsitzende Dorothea Luppold in ihrem Schlusswort bei der Güteverhandlung am Landgericht Karlsruhe. Das sei sie sich und ihrer Familie schuldig.

Daher komme für sie auch keine gütliche Einigung bei der Schimpfwortaffäre in Frage. So wird diese langsam zur unendlichen Geschichte. Denn: Wenn Richter Tobias Schmitt am 20. Juni verkünden wird, wie das Verfahren weitergehen soll, liegt der Vorfall schon eineinhalb Jahre zurück.

Dabei hatte Luppolds Kontrahent Klaus Gutscher (CDU), der sich wegen des Schimpfwortes einst bei der Oberbürgermeisterin schriftlich beklagt hatte, längst signalisiert, darüber künftig kein Wort mehr zu verlieren. Er hätte sogar sein Bedauern ausgesprochen, dass die leidige Angelegenheit ohne sein Zutun in die Öffentlichkeit geraten sei. Doch Luppold geht unbeirrt ihren Weg. Zwar habe auch sie das Schimpfwort gehört, räumt sie ein, aber es selbst nicht ausgesprochen. Um den von ihr geforderten Widerruf zu erhalten, muss sie daher Ross und Reiter nennen. Sonst ist kein Ende der unseligen Schimpfwort-Affäre abzusehen.

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