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21.07.2010

Schlimm und schlimmer: Stadt will ihre Rücklagen für den Derivate-Ausstieg hergeben

Nun also sieht die Stadt keine Alternative dazu, bereits jetzt ihre letzten Rücklagen herzugeben, die mal bis ins Jahr 2012 reichen sollten. Das alles nur, um die verheerenden Derivate-Geschäfte zu beenden.

Zum Ausgleich dessen, wofür die Rücklagen eigentlich vorgesehen waren, will die Stadt einer Tochtergesellschaft ihre Immobilien verkaufen und zurückmieten. Die Tochter nähme dafür den Kredit auf, der der Stadt für den Derivate-Ausstieg verwehrt blieb.

Wie zynisch: Wenn OB Gert Hager künftig als Mieter im eigenen Rathaus und ohne Rücklagen da steht, dann wäre das aus heutiger Sicht sogar noch die Gutgegangen-Variante. Um als Stadt Pforzheim unter diesen Umständen in näherer Zukunft handlungsfähig zu bleiben, bräuchte es einen Wirtschaftsboom ungeahnten Ausmaßes, sprudelnde Steuereinnahmen und eine Bundesgesetzgebung, die Städte ent- statt belastet. Anders gesagt: Ohne ein bis zwei große Wunder wird es ganz schwer.

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