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Neues zum Schulanfang: Im Pforzheimer Hilda-Gymnasium erlebten die Schüler nicht nur Baustellenlärm, sie bekamen mit dem neuen Stundenplan auch jede Menge Doppelstunden.
Neues zum Schulanfang: Im Pforzheimer Hilda-Gymnasium erlebten die Schüler nicht nur Baustellenlärm, sie bekamen mit dem neuen Stundenplan auch jede Menge Doppelstunden. © Dietz
13.09.2010

Schluss mit lustig: Erster Schultag am Hilda-Gymnasium

PFORZHEIM. Angespannte Gesichter, lautes Geschrei und vor allem junge Schüler, die eilig die Gänge auf und ab hetzen. Die Zeit des Vergnügens ist vorbei: Nach sechswöchiger Sommerpause hat das Pforzheimer Hilda-Gymnasium den Schulbetrieb wieder aufgenommen.

Im Alltag eines Schülers hat sich erstaunlich wenig verändert. So haben die älteren vor allem Bammel vor dem bevorstehenden Abitur. Die wenigsten haben allerdings die Ferien zum Vorbereiten und Lernen genutzt. Dafür wurde geschuftet und Geld verdient, denn als Schüler ist man ja gern einmal pleite, wie ein Schüler aus der 13. Klasse berichtet.

Hilda-Rektorin Edith Drescher blickt zuversichtlich ins neue Schuljahr. Große Änderungen habe es gegeben, denn am Hilda-Gymnasium habe man versucht alle Einzelstunden konsequent in Doppelstunden umzuwandeln. "Das ist die moderne Art von Unterricht. Wir erhoffen uns damit ein noch besseres Lernziel zu erreichen", erklärt Drescher.

Ein großes Diskussionsthema bieten am Hilda-Gymnasium  immer wieder die umfangreichen Baumaßnahmen. Unterricht während einer enormen Geräuschkulisse und an Tischen, die unter Presslufthammer-Schlägen zu vibrieren beginnen - am altehrwürdigen Hilda-Gymnasium keine Seltenheit. Weniger Anmeldungen bei den neuen Fünftklässern habe es aber trotzdem nicht gegegen, sagt Rektorin Drescher. Darüber sei sie wirklich sehr erfreut, denn man wisse ja nie, wie solche Baumaßnahmen von den Eltern aufgenommen werden.

Die Schüler nehmen die Baustelle in direkter Nähe gelassen. "Klar, ist es komisch, wenn alles um einen herum wackelt, aber das ist schon alles in Ordnung so", erklärt eine Zwölftklässlerin. Ihr Klassenkamerad bedauert trotz des zukünftigen schicken Neubaus die Abrissmaßnahmen. "Das alte Gebäude war doch wirklich schön, ich finde das ein wenig schade, dass es abgerissen wird."