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Schock für Ski-Szene: Kanadier Zoricic stirbt bei Weltcup © dpa
10.03.2012

Schock für Ski-Szene: Zoricic stirbt bei Weltcup

Grindelwald/Berlin (dpa) - Nur zwei Monate nach dem Tod von Sarah Burke muss die Ski-Szene einen neuen Schock verkraften. Der kanadische Skicrosser Nik Zoricic ist nach einem schweren Sturz beim Weltcup im schweizerischen Grindelwald gestorben. Das teilte der ausrichtende Schweizer Skiverband am Samstag mit. Der 29-Jährige war nach einem Sprung kurz vor dem Ziel ungebremst in einen Fangzaun geprallt, hatte sich überschlagen und blieb regungslos liegen.

Bildergalerie: Nick Zoricic stirbt beim Ski-Weltcup

«Trotz Reanimation erlag Zoricic um 12.35 Uhr seinen Verletzungen, es muss von einem schweren Schädel-Hirntrauma ausgegangen werden», schrieb Swiss-Ski in einer Mitteilung. Nach dem schweren Unfall wurden die Weltcuprennen am Samstag und Sonntag abgesagt.

Für die kanadischen Freestyler ist es der zweite schwere Schicksalsschlag binnen zwei Monaten. Mitte Januar war die Halfpipe-Weltmeisterin Sarah Burke nach einem Trainingssturz gestorben. «Du wirst vermisst werden, mein Freund», twitterte der kanadische Skirennfahrer Julien Cousineau.

«Da geht einem nicht viel durch den Kopf außer Trauer und Bestürzung», sagte ein hörbar mitgenommener deutscher sportlicher Leiter, Heli Herdt. Das Sicherheitsnetz stand seiner Meinung nach nicht zu nah an der Strecke. «Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände», meinte Herdt. An dem Achtelfinallauf von Zoricic nahm auch der deutsche Thomas Fischer teil, war jedoch nach einem Fehler schon zuvor weit zurückgefallen.

«Es ist so ein trauriger Tag für den Skicross. Unsere Gedanken und Gebete sind bei Nicks Familie, dem kanadischen Skicrossteam und der gesamten Skicrossfamilie», teilte die britische Skicross-Mannschaft auf seiner Facebookseite mit.

Im Alter von fünf Jahren wanderte der in Sarajevo gebürtige Zoricic mit seiner Familie nach Toronto aus. Zwischen 2003 und 2005 startete er bei vier alpinen Weltcuprennen, seit August 2008 trat er im Freestylebereich an. Zuletzt stand er im Januar als Dritter beim Weltcup in Les Contamines auf dem Podest.