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18.02.2008

"Schönstes Gesicht des Sozialismus"

Zwischen 1983 und 1988 tanzte Katarina Witt sich auf dem Eis zweimal zum Olympiasieg, wurde viermal Weltmeisterin und sechsmal Europameisterin. Ihre Erfolge machten die 1965 in West-Staaken (heute Berlin) geborene Kufen-Künstlerin zu einer Vorzeige-Repräsentantin des DDR-Sports. „Schönstes Gesicht des Sozialismus“, schrieb das Time Magazine.

Vielen Eiskunstlauf-Fans sind insbesondere ihre ausdrucksstarken und temperamentvollen Auftritte in der Rolle der Carmen in Erinnerung – eine Kür, die sie 1989 zu ihrem ersten Film „Carmen on Ice“ brachte. Sie war als Hauptdarstellerin in mehreren Eiskunstlauf-Filmen zu sehen – und spielte zudem in Gastrollen unter anderem an der Seite von Tom Cruise und Robert de Niro.

1994 wagte sie bei den Olympischen Winterspielen in Lillehammer ein Comeback. Mit ihrer Friedenskür „Where Have All The Flowers Gone“ wurden ihr weltweite Beachtung und ein siebter Platz zuteil. Sowohl in Deutschland als auch in den USA war sie Stargast in zahlreichen großen Eis-Shows und trat für verschiedene Fernsehsender bei Meisterschaften als Eiskunstlauf-Expertin in Erscheinung.

Rekorde brach Witt jedoch auch abseits des Eises. Als sie 1998 für den Playboy die Hüllen fallen ließ, wurde das Heft in den USA und 17 weiteren Lizenzgebieten zur erfolgreichsten Veröffentlichung in der Geschichte des Männermagazins.

Mit ihrer 2005 gegründeten Katarina-Witt-Stiftung engagiert sie sich für behinderte Kinder – ein Arbeitsfeld, dem sie sich nach ihrem Abschied vom Eis noch intensiver widmen will. Ihre Tournee führt durch acht deutsche Städte. Sie beginnt heute, 16. Februar, in Berlin und endet am 4. März in Hannover.

www.katarina-witt.de
www.katarina-witt-stiftung.de