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Traurige Reste eines illegalen Autorennens in Berlin. 

Schon wieder drei Verletzte bei vermutetem illegalem Autorennen

Berlin. Vermutlich bei einem illegalen Autorennen im Berliner Bezirk Reinickendorf ist ein Mensch schwer verletzt worden. Zwei weitere Personen erlitten bei dem Unfall am Montagabend leichte Verletzungen, wie ein Polizeisprecher in der Nacht zu Dienstag sagte. Zeugen berichteten demnach, dass sich Autofahrer auf der Residenzstraße ein Rennen geliefert hätten. Wie viele Autos beteiligt waren und wie es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar.

In der Berliner Innenstadt fallen immer wieder Raser auf, die teils nur für kurze Strecken ihre Autos massiv und lautstark beschleunigen. Unfallträchtig waren zuletzt auch illegale Autorennen, zu denen sich einige Raser verabreden. Derzeit läuft in Berlin ein großer Prozess gegen zwei Männer, bei deren Autorennen im Frühjahr ein Unbeteiligter starb. Der Bundesrat hat derweil einen Gesetzentwurf vorgelegt, nach dem Autorennen nicht mehr als Ordnungswidrigkeit gewertet werden, sondern als Straftat.

Fahrbahnteiler aus Beton halfen in Pforzheim

Auch die Region Pforzheim und Enzkreis hat Erfahrung mit illegalen Autorennen. Zuletzt sorgten nächtliche Treffen junger Leute im Gewerbegebiet in Knittlingen für Aufmerksamkeit. Bremsspuren deuteten auf Raserei und Schleuderfahrten hin – die Verursacher wurden allerdings nicht geschnappt. Inzwischen scheint sich das Problem dort erledigt zu haben. Zumindest ist der Polizei laut der Pressestelle in Karlsruhe nichts bekannt. Genauso wie auf dem Pforzheimer Haidach. Auf der Hannah-Arendt-Straße sorgen inzwischen Fahrbahnteiler aus Beton dafür, dass Autorennen unterbleiben.
Unterdessen fordert der ADAC eine bessere Betreuung junger Fahrer. Der Vizepräsident für Verkehr, Ulrich Klaus Becker, schlug im Interview verkehrspsychologische Seminare oder professionell durchgeführte Begleitfahrten vor, um „die für diese Altersgruppe typische Risikoneigung zu reduzieren“. Forderungen etwa nach PS-Beschränkungen für junge Fahrer lehnt der Automobilclub ADAC ab –  anders als zum Beispiel die Deutsche Polizeigewerkschaft. dpa/pz

Wettrennen in der Pforzheimer Innenstadt: Lamborghini gegen Mercedes AMG

Die Fahrer zweier PS-Boliden sind Anfang Juli in Pforzheim aufeinandergetroffen. Die 31 und 48 Jahre alten Fahrer der über 500 PS starken Fahrzeuge wollten scheinbar dem jeweils anderen die Beschleunigung ihres Sportwagens demonstrieren.

Einer Motorradstreife waren die beiden Wagen kurz nach 21.00 aufgefallen, als sie zügig nebeneinander in die Berliner Straße abbogen. Beide Fahrer beschleunigten ihre Autos stark. Die Motorradstreife konnte die über 100 km/h schnellen Sportwagen nicht mehr einholen. In der Wilferdinger Straße mussten die beiden aufgrund der Verkehrslage langsam fahren und konnten angehalten werden.

Die Fahrer eines Lamborghini Gallardo und eines Mercedes 63 AMG müssen nun mit einer Anzeige rechnen. In einem der Autos saßen im Fond die Frau des Fahrers und ein Kleinkind im Kindersitz.

 

Mehr dazu:

Interview mit einem Verkehrssoziologen über illegale Autorennen

Hier zeigt PZnews die Strecke des illegalen Autorennens durch die Pforzheimer City

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