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Sorgen macht sich die Klasse 4b der Haidachschule um all den Abfall und was aus ihm wird. Foto: Privat
Sorgen macht sich die Klasse 4b der Haidachschule um all den Abfall und was aus ihm wird. Foto: Privat
28.03.2017

Schüler der Haidachschule fordern: Raus mit dem Müll

Pforzheim. Wir, die Klasse 4b der Haidachschule, machen uns Sorgen um die Umwelt. Auf dem Schulweg sehen wir überall Müll im Gebüsch, auf der Wiese und auf dem Boden liegen.

Mit dem Experiment: „Müllfreies Klassenzimmer“, möchten wir uns selbst und der Umwelt helfen, indem wir versuchen bei uns zu Hause und in der Schule so wenig Müll wie möglich zu produzieren.

Aus den Nachrichten, der Schule und mit eigenen Augen sehen wir, dass es immer mehr Müll auf unserer Erde gibt. Bei der Verbrennung der riesigen Müllberge entstehen Gase, die die Luft verschmutzen und die Atmosphäre erwärmen. Das führt zur Klimaerwärmung der Erde. Gelangt Plastikmüll ins Meer, fressen Meeresbewohner es oder verfangen sich darin und sterben. Wird Müll einfach in die Landschaft geschmissen, weicht er auf, sickert in den Boden ins Grundwasser und verschmutzt es. Dadurch wird die Wasserqualität schlechter und Pflanzen und Tiere können sterben. Plastikmüll braucht über 500 Jahre, bis er sich zersetzt.

Nun haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir dagegen etwas tun können. In unsrem müllfreien Klassenzimmer bringen wir keine Einmalplastikflaschen oder Tetra-Pack-Trinkpäckchen mehr mit, sondern eine Thermoskanne oder Mehrwegtrinkflaschen. Das Pausenbrot wird nicht in Alufolie, Plastiktüten, Frischhaltefolie und Papiertüten, sondern in verschließbare Brotdosen getan. Wir verzichten auf Snacks wie Pizzasticks, Chips, Salami und Käseröllchen mit Frischkäse, Süßigkeiten, Fertigwaffeln und Schokocroissants, da alles einzeln in Plastik verpackt ist. Stattdessen nehmen wir frisches Gemüse und Obst mit in die Schule.

Wenn Kinder Geburtstag haben, sollen sie keine abgepackten Plastiktüten mit Süßigkeiten verteilen, sondern selbst gebackene Muffins oder Kuchen. Keine Papierhandtücher mehr, sondern welche aus Stoff. Wir werfen kein unbenutztes Papier weg, wir verwenden es doppelseitig.

Schultische werden nicht mit Papierhandtüchern, sondern mit auswaschbaren Tüchern geputzt. In den Restmüll gehören nur noch Essensreste und Spitzermüll. Alles andere wandert in den gelben Sack oder in die Altpapiertonne und wird später recycelt. Wir haben die Hoffnung, dass viele unsrem Beispiel folgen werden und die Umwelt respektieren. Unser Wunsch ist es, dass die Natur und die Meere nicht zugemüllt werden und Lebewesen nicht sterben müssen.