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Bomben gehen am Stuttgarter Hauptbahnhof in die Luft, Terroristen schießen mit Sturmgewehren auf junge Passanten. Die Polizei probt einen Albtraum. Denn die Anschlagsgefahr bleibe hierzulande hoch. © dpa
12.09.2018

Schüsse und Explosionen: Polizei übt mit 1000 Beteiligten den Terror-Ernstfall in Stuttgart

Stuttgart. Hunderte Polizisten haben am Stuttgarter Hauptbahnhof eine großangelegte Anti-Terror-Übung durchgeführt.

Bildergalerie: Anti-Terror-Übung am Stuttgarter Hauptbahnhof

Bis in die frühen Mittwochmorgen haben rund 1000 Beteiligte verschiedene Szenarien terroristischer Anschläge durchgespielt. Es handle sich um die größte einer bundesweiten Reihe von Übungen, sagte Peter Holzem, Präsident der Bundespolizeidirektion Stuttgart. Schüsse und Explosionen wurden simuliert. Nach den Anschlägen wie in Paris oder Berlin brauche die Polizei neue Einsatzstrategien, sagte Holzem. Es sei möglich, dass Streifenpolizisten nun mit besonders gefährlichen und kampferprobten Verbrechern zu tun bekämen. Die Terror-Bedrohung sei anhaltend hoch.

Mehrere Gleise des Hauptbahnhofs, Teile der Haupthalle und die Taxi-Spur wurden für den Verkehr gesperrt. Den 11. September hat man nach Angaben der Polizei nicht absichtlich zum Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center im Jahr 2001 gewählt, man habe einfach keinen anderen Termin gefunden.

Nach der Übung sind mehrere Sperrungen wieder aufgehoben worden. Die Gleise eins bis sechs des Bahnhofes sind wieder für den Bahnverkehr freigegeben. Auch der abgesperrte Teil der Haupthalle und die Taxi-Spur sind wieder geöffnet. Der Betrieb in der Bahnhofshalle sei wieder aufgenommen worden, sagte ein Bahnsprecher in Berlin. Züge waren auf andere Gleise umgeleitet worden. Es gab keine Zugausfälle, wie die Bahn mitteilte.