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Ganz entspannt: Michael und Nicolas Geiger (von links) führen die Klasse 4a der Dillweißensteinschule in die neuen Säle des Rex Kinos an der Bahnhofstraße in Pforzheim.

Schule trifft Zeitung: Private Filmvorführung für Viertklässler

Pforzheim. Wow, sind die bequem, die Sessel in den neuen Sälen des Rex Kinos in Pforzheim. So viel Platz hat man und man kann sogar die Füße auflegen.

Doch die Klasse 4a der Grundschule Dillweißenstein darf nicht nur Probesitzen. Die Kinobetreiber Michael und Nicolas Geiger beantworten alle Fragen der Schüler und zeigen ihnen Ausschnitte der Kinderfilme, die in den kommenden Monaten anlaufen – von „Dumbo“ über „Pokemon“ bis „Willkommen im Wunder Park“. Dass die Bilder auf die Leinwand kommen, das geht heute digital. Die Filme kommen auf einer Festplatte an, die ein bisschen größer ist als ein Federmäppchen und etwa 500 Gramm wiegt. Das ist so viel, wie zwei Päckchen Butter. Darauf sind die Filme gespeichert. Früher mussten Filmvorführer schwere Filmspulen auf die Projektoren wuchten. Die waren so schwer wie ein vollgepackter Koffer für den Urlaub, etwa 20 Kilogramm. Und die Filmvorführer mussten immer aufpassen, dass die Filmrolle nicht reißt. Eine harte Arbeit. Heute steuert der Filmvorführer alles über einen Tablet-Computer – ein Klick, das Licht wird dunkler und der Vorhang geht auf.

Über 35 Filme laufen in den zwölf Kinosälen in Pforzheim pro Woche, ungefähr 300 Filme im ganzen Jahr. Um sie dreidimensional zu sehen, braucht man eine Leinwand, die mit Silber beschichtet ist und einen Filter vor dem Projektor, der das Bild aufteilt. Wer dann eine 3D-Brille aufzieht, bekommt das Gefühl, dass die Figuren aus der Leinwand herauskommen.