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Rettungskräfte an den Trümmern des World Trade Centers in New York.
Rettungskräfte an den Trümmern des World Trade Centers in New York.
11.09.2008

Schweigeminute für die Opfer des 11. September

New York/Washington (dpa) - Mit der Eröffnung der ersten nationalen Erinnerungsstätte und einer Schweigeminute gedenkt Amerika an diesem Donnerstag zum siebten Mal der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001.

Bei den Flugzeuganschlägen islamistischer Terroristen waren damals fast 3000 Menschen ums Leben gekommen. Die beiden Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John McCain unterbrechen für den 11. September ihren Wahlkampf. Die beiden Politiker wollen am Abend gemeinsam an einer Gedenkveranstaltung in der Columbia Universität in New York teilnehmen. In einer auf seiner Webseite am Donnerstag veröffentlichten Erklärung gedachte Obama der Opfer und erinnerte daran, dass die Verantwortlichen des Anschlags noch immer frei seien und gefasst werden müssten.

Die deutschen Behörden schätzen die Gefahr von Terroranschlägen hier zu Lande unterdessen als unverändert hoch ein. Es gebe jedoch keine konkreten Hinweise auf aktuell geplante Anschläge, erklärten Bundesinnenministerium und Bundeskriminalamt.

In New York findet die Gedenkfeier in der Nähe des Ground Zero statt, dem Platz, an dem einst die Zwillingstürme des World Trade Center standen. Bei der fast vierstündigen Zeremonie werden erneut die Namen der 2751 Opfer verlesen, die unter den Trümmern der beiden Hochhäuser begraben wurden.

Die Gedenkstätte am Ground Zero in New York soll nach bisheriger Planung am zehnten Jahrestag eingeweiht werden. Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg kritisierte erstmals die Verzögerungen. Die Bauarbeiten für den Wiederaufbau und das Mahnmal für die Opfer gingen «frustrierend langsam» voran, schrieb Bloomberg in der Zeitung «Wall Street Journal».

Schuld daran sei die «vielschichtige Führungsstruktur, die die Verantwortlichkeit von Anfang an untergraben hat», so Bloomberg. Dafür seien die Hafenbehörde Port Authority, Besitzer des Grundstücks, sowie die Bau- und Planungsgesellschaft Lower Manhattan Development Corporation verantwortlich. Die Stadt New York selbst habe keine Kontrolle über die Baustelle.