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Staatsanwaltschaft klagt Breno an
11.04.2012

Schwere Brandstiftung: Anklage gegen Bayern-Spieler Breno

München (dpa) - Im Fall Breno hat die Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung Anklage gegen den Fußball-Profi des FC Bayern München erhoben.

Bildergalerie: Bayern-Profi Breno wegen schwerer Brandstiftung angeklagt

Nach den Ermittlungen, insbesondere aufgrund des Brandsachverständigengutachtens, geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Brasilianer Breno am 20. September 2011 kurz nach Mitternacht das von ihm und seiner Familie bewohnte Anwesen in Grünwald bei München vorsätzlich in Brand gesetzt hat. So steht es in der zehn Stunden vor dem Bundesliga-Spitzenspiel des FC Bayern bei Borussia Dortmund am Mittwoch veröffentlichten Anklageerhebung.

Wie aus dem Schreiben hervorgeht, soll der 22-Jährige bei der Tat alkoholisiert gewesen sein. Vermutlich seien Feuerzeuge verwendet worden, die Breno danach laut Zeugenangaben an Rettungsdienstkräfte gegeben habe. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ist der Angeschuldigte verantwortlich für einen Sachschaden in Höhe von rund einer Million Euro. Zudem habe er nicht sicher sein können, dass Manager, Ehefrau und Kinder nach dem zwischenzeitlichen Verlassen der Villa wieder in das Gebäude zurückkehren würden.

Nun habe die zuständige Große Strafkammer des Landgerichts München I darüber zu entscheiden, ob das Hauptverfahren eröffnet wird und wann eine Verhandlung stattfindet. Breno ist derzeit auf freiem Fuß. Vom FC Bayern gab es keine Stellungnahme. Dies sei Angelegenheit von Breno und seinem Anwalt, hieß es von Vereinsseite. Man werde den Brasilianer aber weiterhin vollumfänglich unterstützen. Das Gesetz sieht für schwere Brandstiftung eine Freiheitsstrafe zwischen einem Jahr und maximal 15 Jahren vor.

Die Bayern hatten Breno Anfang 2008 für eine Ablösesumme von zwölf Millionen Euro vom FC Sao Paulo verpflichtet. Der Vertrag des Innenverteidigers läuft bis zum Saisonende. Seit einem Kreuzbandriss vor zwei Jahren wurde der auch zur Zeit nicht einsatzfähige Breno immer wieder von Knieproblemen zurückgeworfen.

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