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12.03.2010

Schwere Gewalttaten bereiten Polizei zunehmend Sorgen

STUTTGART/PFORZHEIM. Baden-Württemberg gehört noch immer zu den sichersten Bundesländern, doch Gewalttaten, bei denen Menschen schwer verletzt werden, bereiten der Polizei zunehmend Sorgen. Die Zahl solcher Delikte auf Straßen und Plätzen stieg im vergangenen Jahr um 10,3 Prozent auf 6689 Fälle. Auch in Pforzheim gibt es einen ähnlichen Trend: Die versuchten oder sogar erfolgreichen Tötungsdelikte haben im Jahr 2009 zugenommen, genauso wie auch die Zahl der Gewaltverbrechen, die von Unter-21-Jährigen begangen werden.

Die Polizei werde verstärkt dagegen vorgehen, kündigte Innenminister Heribert Rech (CDU) am Freitag in Stuttgart an: „Wir können uns nicht damit abfinden, dass brutale Gewalt, die es auch bei uns gibt, alltägliches Mittel zur Konfliktlösung wird.“

Die Gesamtzahl der Straftaten in Baden-Württemberg verringerte sich um 2,1 Prozent auf 579.112. Damit kommt das Land auf die im bundesweiten Vergleich geringe Zahl von 5387 Fällen je 100.000 Einwohner. Rech will die nicht-polizeiliche Videoüberwachung durch öffentliche Stellen gesetzlich regeln. Mehr Zugbegleiter sollen vor allem abends für Sicherheit sorgen. Außerdem soll bei Mehrfach- und Intensivtätern die Strafe auf dem Fuß folgen. dpa/ich