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Polizisten sind im Plattenbauviertel Neu Zippendorf in Schwerin im Einsatz, wo bei einem Anti-Terror-Einsatz ein mutmaßlicher Islamist aus Syrien festgenommen wurde. Es wurden zeitgleich drei Wohnungen durchsucht.
Polizisten sind im Plattenbauviertel Neu Zippendorf in Schwerin im Einsatz, wo bei einem Anti-Terror-Einsatz ein mutmaßlicher Islamist aus Syrien festgenommen wurde. Es wurden zeitgleich drei Wohnungen durchsucht. © dpa
© Symbolbild dpa
31.10.2017

"Schweren Terroranschlag verhindert" - Syrer in Schwerin festgenommen

Karlsruhe. Ein Syrer ist in Schwerin wegen des dringenden Verdachts auf Vorbereitung eines islamistisch motivierten Sprengstoffanschlags festgenommen worden.

Das teilte die Bundesanwaltschaft am Dienstagmorgen mit. Spezialkräfte der Bundespolizei und des Bundeskriminalamtes seien im Einsatz gewesen. Zudem würden die Wohnungen des Beschuldigten sowie weiterer bislang nicht verdächtiger Personen durchsucht.

Die Festnahme hat nach den Worten von Bundesinnenminister Thomas de Maizière einen «schweren Terroranschlag in Deutschland» verhindert. «Nach allem was wir wissen, erfolgte der Zugriff zum richtigen Zeitpunkt: spät genug, um Beweise zu sichern und gleichzeitig früh genug, um die Gefahr zuverlässig zu bannen», erklärte de Maizière am Dienstag.

Alle Beteiligten hätten «hervorragende Arbeit» geleistet, lobte der Minister. «Mein Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Verfassungsschutzes, der Kriminalpolizei, den Sonderpolizeieinheiten in Bund und Ländern sowie der Justiz, die sich Tag für Tag für unsere Sicherheit einsetzen.»

Die Gefährdungslage in Deutschland sei unverändert hoch. Angesichts der anhaltenden Bedrohung Europas durch islamistischen Terrorismus arbeiteten die Sicherheitsbehörden in Bund und Ländern, national und international eng und gut zusammen und handelten «wenn nötig entschlossen und konsequent», betonte der Minister.

Nach den bisherigen Ermittlungen ist der 19-jährige Beschuldigte dringend verdächtig, einen islamistisch motivierten Anschlag mit hochexplosivem Sprengstoff in Deutschland geplant und bereits konkret vorbereitet zu haben. Der junge Mann war offenbar schon länger im Visier der Behörden. Bereits im Juli 2017 habe er den Entschluss gefasst, in Deutschland einen Sprengsatz zu zünden, um eine möglichst große Anzahl von Personen zu töten und zu verletzen.

Seit Juli habe er mit der Beschaffung von Bauteilen und Chemikalien begonnen, die für die Herstellung eines Sprengsatzes benötigt werden. Ob der Beschuldigte bereits ein konkretes Ziel für seinen Sprengstoffanschlag ins Auge gefasst hatte, sei noch unklar. Hinweise auf eine Einbindung des Beschuldigten in eine terroristische Vereinigung hatte die Bundesanwaltschaft zunächst nicht.

In Deutschland hat es bereits wiederholt Festnahmen von Verdächtigen gegeben, die aus islamistischen Motiven einen Anschlag vorbereitet haben sollen. So zuletzt am Mittwoch vergangener Woche in Berlin ein 40-Jähriger, den die Ermittlungsbehörden der Islamistenszene zurechnen. Im Juli 2016 sprengte sich im bayerischen Ansbach ein 27-Jähriger syrischer Flüchtling auf einem Platz vor einem Musikfestival in die Luft, 15 Menschen wurden verletzt.

Detlef von Seggern
31.10.2017
"Schweren Terroranschlag verhindert" - Syrer in Schwerin festgenommen

Gut so. Wie lange wird das Glück aber noch anhalten? Denn diesbezüglich gibt es keine hundertprozentige Sicherheit. Weder in Deutschland, noch sonst wo auf dieser Welt.Früher oder später wird es dem einen wie anderen Terroristen gelingen, durch die Netze der Sicherheits - wie Polizeibehörden zu gelangen, und die Kacke ist dann wieder gewaltig am dampfen. Das Terrornetzwerk IS, ist noch lange nicht zerschlagen, und es gibt immer noch genügend junge Menschen - beiderlei Geschlechts, in deren ...... mehr...