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06.04.2010

Sehenswerte Zeugnisse einer alten Geschichte

Keltern ist als Verwaltungsgebilde noch sehr jung, doch überall finden sich Zeugnisse einer weit zurückliegenden Vergangenheit. Dieses historische Erbe prägt bis heute große Teile der einzelnen Ortsbilder und verleiht der Gesamtgemeinde ihren besonderen Charme.

Bildergalerie: Impressionen aus Keltern - Teil 2

Bildergalerie: Impressionen aus Keltern - Teil 1

Die ältesten urkundlichen Erwähnungen von Ellmendingen und Dietenhausen finden sich aus dem Jahre 919, von Dietlingen aus dem 11. Jahrhundert, von Weiler 1219 und von Niebelsbach etwa um 1300. Steinerne Zeugen aus jenen Zeiten sind die Wehrkirchen in Dietlingen und Ellmendingen. Die Anfänge der Kirche in Dietlingen, die 1410 im gotischen Stil umgebaut wurde, liegen um das Jahr 1250. Ein romanischer Taufstein und Fresken an den Innenwänden des Turms belegen ihr Alter.

Am Fronleichnamstag 1404 wurde der Grundstein zum Turm der Kirche in Ellmendingen gelegt, wo Reste der Fundamente eines römischen Heiligtums gefunden wurden. Auch eine römische Leugensäule (Entfernungsmarke; eine keltische Leuge = 2,220 Kilometer) zählt zu den Funden.

Das Entstehungsjahr der St. Pankratius-Kapelle von Niebelsbach ist unbekannt. Sie muss jedoch uralt sein. Bei Renovierungsarbeiten wurden bemerkenswerte Fresken freigelegt.

Das frühere Schloss von Weiler lag schon im 18. Jahrhundert in Trümmern. Seine Steine wurden 1770 zum Teil zum Kirchenbau verwendet.

Johannes Kepler, der berühmte Astronom und Mathematiker, wohnte von 1579 bis 1584 in Ellmendingen, wo sein Vater das Gasthaus „Sonne“ gepachtet hatte. Eine Gedenktafel hält dies in Erinnerung.

In Dietlingen bilden der modern gestaltete Dorfplatz mit der Begegnungsstätte im ehemaligen Spritzenhaus und dem renovierten Rathaus einen ansprechenden Kontrast zur gegenüberliegenden historischen Wehrkirche.

Der Ortsteil Ellmendingen mit seinem offenen Lauf des Arnbachs in Verbindung mit den uralten Fachwerkhäusern und der Barbarakirche präsentiert sich mit besonderem Charme.

Am romantischen Bachlauf der Pfinz liegt das historische Rathaus in Weiler, ein langgestreckter Fachwerkbau, der zur Verschönerung der Ortsmitte beiträgt. Er wurde 1977 saniert.

Im Ortsteil Dietenhausen lädt der Bereich um das „Milchhäusle“ und die Kelter als geselliger Platz zum Feiern ein.

In einem kleinen bezaubernden Wiesental in Niebelsbach liegt die kleine und uralte St. Pankratius-Kapelle. Bemerkenswert sind im Inneren bäuerliche Malereien aus der Barockzeit.