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Komiker Sacha Baron Cohen hat mit seinem Film "Borat" nicht nur Kasachstan verulkt, er hat auch Akzente in der Bademode gesetzt, wie 2007 Fans bei einem Rugby-Spiel in Neuseeland demonstrierten.
Komiker Sacha Baron Cohen hat mit seinem Film "Borat" nicht nur Kasachstan verulkt, er hat auch Akzente in der Bademode gesetzt, wie 2007 Fans bei einem Rugby-Spiel in Neuseeland demonstrierten. © dpa
23.04.2012

Seit "Borat" zehnmal mehr Touristen in Kasachstan

"Borat" sei Dank: Die Film-Satire des britischen Komikers Sacha Baron Cohen über einen idiotischen TV-Reporter aus Kasachstan hat der zentralasiatischen Republik einen Touristensegen beschert. "Seit dieser Film herausgekommen ist, hat Kasachstan zehnmal mehr Visa ausgestellt", sagte Außenminister Jerschan Kasychanow am Montag nach Angaben der Agentur Tengrinews.

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"Und ich danke 'Borat' dafür, dass er Touristen nach Kasachstan lockt", sagte Kasychanow. Das sind ganz neue Töne. Die autoritäre Führung in Astana war über den 2006 in den Kinos erfolgreichen Film "Borat" (2006) zunächst so erbost gewesen, dass der Film in der Ex-Sowjetrepublik verboten wurde.

Doch es kam noch peinlicher. Seit vor kurzem bei einer Sport-Siegerehrung in Kuwait versehentlich die "Borat"-Titelmelodie statt der kasachischen Nationalhymne gespielt wurde, hat Kasachstan seine Botschaften angewiesen, die Regierungen über die richtigen Staatssymbole zu informieren.

In dem Kinofilm geht Cohen als schriller kasachischer Reporter auf USA-Reise. Dabei zeigt er Kasachstan als völlig rückständigen Staat, in dem Minderheiten diskriminiert werden und Prostitution sowie Kriminalität alltäglich sind. Gleichwohl legt er damit auch die tiefe Provinzialität der US-Amerikaner offen, die von dem, was außerhalb ihres Landes passiert, überhaupt keine Ahnung haben und die USA als Nabel der Welt und Vorbild für alles und alles erachten. dpa

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