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dpa
13.11.2015

Sexismus- und Rassismus-Vorwürfe gegen Müllermilch

Fischach-Aretsried. Aufregung um Milchmädchen-Werbung: Die Molkerei Alois Müller wehrt sich gegen Sexismus- und Rassismus-Vorwürfe, die wegen der Abbildung leicht bekleideter Frauen auf einigen Milchprodukten aufgekommen waren.

Die an Pin-Up-Darstellungen der 1950er-Jahre angelehnten Motive seien «weitaus weniger freizügig als das, was seit einigen Jahren oftmals in Anzeigen, TV-Spots und quer durch alle Medienformen tagtäglich an nackter Haut zu sehen ist», teilte das bayerische Unternehmen am Donnerstag mit.

Auf Twitter hatten sich Nutzer etwa über die Verpackung der Weihnachtsedition der Schokomilch empört, die eine dunkelhäutige Frau in lasziver Pose zeigt. «Rassistisch, sexistisch, ekelhaft: das ist die deutsche Milchwirtschaft», lautete einer der Kommentare. Ein anderer Nutzer schrieb: «Müllermilch kann Sexismus und Rassismus auf nur einer Flasche. Herrje.»

«Auch Rassismus in irgendeiner Form ist keinesfalls unsere Intention», hielt das Unternehmen dagegen. Hätte man auf die Abbildung einer dunkelhäutigen Frau auf der Schokomilch verzichtet «und ausschließlich weiße Motive verwendet», wären dem Unternehmen ebenfalls Vorwürfe gemacht worden, hieß es. Die Werbeform sei «reine Geschmackssache».

Auch einige Twitter-Nutzer fanden die Aufregung übertrieben: «Alle gedanklich im frühen 20. Jahrhundert verblieben? Finde Verpackungen nicht schlimm», schrieb einer.

 

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