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21.04.2008

"Singen, singen, singen!"

Heimat ist ein unterschiedlich besetzter und gewerteter Begriff. Für den Tenor Jay Alexander ist Heimat etwas Unverzichtbares. Was bewegt den Sänger noch? Für PZ-news hat Jay Alexander einen Fragebogen beantwortet.

{ImageR}PZ-news: Wo wollen sie leben?
Jay Alexander: Da bin ich, glaube ich, schon angekommen. Ich lebe sehr gerne in dieser Region. Dabei bevorzuge ich keine bestimmte Ortschaft oder Stadt – wichtig ist nur, dass sie in dieser Gegend liegt. Ich bin beruflich so viel unterwegs, dass ich gar nicht das Bedürfnis habe, mir eine neue Heimat zu suchen.

PZ-news: Wo ist Ihr liebster Platz in der Region?
Jay Alexander: Auf dem Wengert meines Vaters in Ölbronn. Dort zusammen mit meinem Sohn auf unserer Holzbank zu sitzen und über die vertraute, sanfthügelige Landschaft zu blicken, ist für mich die schönste Erholung.

PZ-news: Wovor fürchten Sie sich?
Jay Alexander: Dass jemandem aus meiner Familie etwas zustoßen könnte.

PZ-news: Wen bewundern Sie?
Jay Alexander: Alle Menschen, die sich sozial engagieren. Das beginnt bei Nachbarschaftshilfe bis hin zur Entwicklungshilfe in den ärmsten Ländern. Manche riskieren durch ihren Einsatz in gefährlichen Gegenden sogar ihr Leben für andere. Diese Männer und Frauen leisten Großartiges, ohne je im Rampenlicht zu stehen. Ihnen gilt meine Hochachtung.

PZ-news: Ihre größte Stärke?
Jay Alexander: Hilfsbereitschaft.

PZ-news: Ihre größte Schwäche?
Jay Alexander: Ungeduld.

PZ-news: Was möchten Sie gerne an sich ändern?
Jay Alexander: Siehe oben. Daran arbeite ich bereits. Sobald ich merke, wie ich ungeduldig werde, weil mir jemand zu langsam reagiert oder etwas zu lange dauert, atme ich durch und konzentriere mich darauf, ruhig zu bleiben. Nun, einige Male hat es sogar schon funktioniert.

PZ-news: Was schätzen Sie bei anderen am meisten?
Jay Alexander: Herzenswärme und Zuverlässigkeit. Und wenn jemand pünktlich ist, hat er bei mir schon halb gewonnen.

PZ-news: Was verachten Sie?
Jay Alexander: Bosheit, Ignoranz und Egoismus.

PZ-news: Ihr Lieblingsessen?
Jay Alexander: Pasta in allen Variationen. Und für einen guten Kartoffelsalat würde ich weit fahren. Muss ich zum Glück nicht, denn bei uns in der Region gibt es in fast jeder Wirtschaft einen „so wie er schmecken muss“.

PZ-news: Ihr Lieblingsbuch?
Jay Alexander: Der Roman „Eine Billion Dollar“ von dem Ulmer Schriftsteller Andreas Eschbach.

PZ-news: Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Jay Alexander: Singen, singen, singen!

PZ-news: Was ist Ihr größter Traum?
Jay Alexander: Einmal ein Jahr Auszeit nehmen und die Welt bereisen. Und selbst einmal einen Hubschrauber fliegen.

PZ-news: Was ist Ihre Vision von der Region?
Jay Alexander: Wir leben hier in einer wunderschönen Gegend: Stromberg, Kraichgau, der Schwarzwald. Eine unglaubliche Vielfalt präsentiert sich uns da, nicht nur landschaftlich und kulinarisch. Das Erscheinungsbild der Ortschaften ist oft genauso unterschiedlich wie die Mentalität ihrer Einwohner. Eines haben die Menschen in dieser Region auf jeden Fall gemeinsam: Sie sind herzlich und gastfreundlich. Ich wünsche mir, dass die Region dieses vielfältige Potenzial, vor allem auch aus technologisch-wirtschaftlicher Sicht, noch weiter ausschöpfen kann und wird.