nach oben
Machen sich für den Zusammenschluss regionaler Marktakteure stark: Sascha M. Binoth (Geschäftsführer des Regio Service Südwest), Nicole Kälber (Vorsitzende der Interessengemeinschaft Wihö), „Lokalschatz“-Koordinatorin Andrea Künkele und Christopher Wertz (PZ-Verkaufsleiter Crossmedia, von links).
Machen sich für den Zusammenschluss regionaler Marktakteure stark: Sascha M. Binoth (Geschäftsführer des Regio Service Südwest), Nicole Kälber (Vorsitzende der Interessengemeinschaft Wihö), „Lokalschatz“-Koordinatorin Andrea Künkele und Christopher Wertz (PZ-Verkaufsleiter Crossmedia, von links).
13.10.2016

So bleibt das Geld in der Region

IG Wilferdinger Höhe beschäftigt sich mit Wegen, örtliche Firmen zu stärken. Vorträge zum Potenzial von „Lokalschatz“ und Geschenkgutscheinen.

Die Konkurrenz der großen Internetversender beschäftigt den lokalen Einzelhandel, auch auf der Wilferdinger Höhe. Beim gestrigen Unternehmerfrühstück der Interessengemeinschaft haben die Mitglieder im Restaurant „Arcuisine“ Wege diskutiert, um die örtlichen Anbieter zu stärken.

Welche Chancen in einer Bündelung stecken können, führte Sascha M. Binoth vor Augen. Der Karlsruher Citymanager und Geschäftsführer des Regio Service Südwest blickte auf die ersten beiden Jahre des Geschenkgutscheinsystems zurück, zu dem seit September 2015 auch eine Pforzheimer Version gehört (die PZ berichtete). Die Gutscheine würden bislang bei 850 Annahmestellen im Gebiet zwischen Speyer und Freudenstadt sowie Bad Bergzabern und Pforzheim akzeptiert, vom Einzelhandel über Dienstleistungen bis zu Kultureinrichtungen. Besonderes Augenmerk legt Binoth auf den Arbeitgebergeschenkgutschein.

Millionengeschäft Gutscheine

Pro Monat können Chefs ihren Mitarbeitern bis zu 44 Euro abgabenfrei zukommen lassen, bei einem besonderen Jubiläum kommen noch einmal 60 Euro dazu. Die Zahlen zeigen das Potenzial: Rund 20 Millionen Euro investierten Unternehmen in der Region von Regio Service Südwest pro Jahr in Gutscheine, so Binoth – bislang profitierten vor allem die großen Namen von Amazon bis Zalando. Doch das Werben für die lokale Sache zeigt Wirkung: Rund 2,4 Millionen Euro Umsatz würden dieses Jahr durch das Projekt vor Ort bleiben. Auch für Bruchsal, Nagold und Karlsruhe gibt es eine eigene Fassung. In der Fächerstadt, wo das System seinen Anfang nahm, würden pro Jahr rund 700 000 Euro in Geschenkgutscheinen verkauft.

Die PZ ist nicht nur Gutschein-Partner, sondern hat auch ein eigenes Projekt zur Stärkung der örtlichen Unternehmen gestartet, „Lokalschatz“ bietet den Kunden die Präsenz in mehren Medienkanälen an, wie Koordinatorin An-drea Künkele erklärte. In drei Paketen von rund 50 bis 200 Euro gestaffelt, erhalten Unternehmen die Gelegenheit, sich als „Lokalschatz“ zu präsentieren, sind damit sowohl Teil der gleichnamigen Webseite als auch einer Werbekampagne in der „Pforzheimer Zeitung“ sowie auf PZ-news.de. Auch eine völlig eigenständige Webseite ist möglich.

Rund 5000 Aufrufe seien in den ersten vier Wochen zu verzeichnen gewesen, sagte Künkele, die von positiver Rückmeldung der bislang 40 Partner berichtet. Bis zu zehn Artikel können die Firmen online anbieten und auf Wunsch für die Abholung reservieren. Es gehe also nicht darum, einen Internetshop aufzubauen, wie der Geschäftsführende PZ-Verleger Thomas Satinsky erläuterte. „Lokalschatz“ soll die Menschen vielmehr von den Vorzügen des stationären Handels überzeugen und die Menschen für den Besuch im Ladengeschäft begeistern.

Zu diesen gehört auch Facebook. Christopher Wertz, Verkaufsleiter Crossmedia bei der PZ, stellte die Möglichkeiten des sozialen Netzwerks für Werbezwecke vor, bei deren Nutzung das PZ-Medienhaus ebenfalls Hilfestellung anbietet. Auf diese Weise ist auch die Interessengemeinschaft Wilferdinger Höhe dort präsent, tritt in Kontakt mit den Kunden und verbreitet die Einträge der Mitgliedsunternehmen.