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Das Einschussloch in der Fensterscheibe des Busses.
Das Einschussloch in der Fensterscheibe des Busses. © dpa
03.03.2011

Soldaten nach Frankfurter Blutbad weiter in Lebensgefahr

FRANKFURT/MAIN. Nach den tödlichen Schüssen auf zwei US-Soldaten am Frankfurter Flughafen wird weiter über die Motive für das Blutbad spekuliert. Die beiden Männer waren am Mittwoch erschossen, zwei weitere lebensbedrohlich verletzt worden. Ein 21 Jahre alter Kosovare hatte die US-Truppe in ihrem Bus am größten deutschen Flughafen angegriffen und neun Schüsse aus einer Pistole abgegeben. Nach Angaben der Polizei schwebten die beiden Schwerverletzten auch am Donnerstagmorgen noch in Lebensgefahr. Gerüchte, nach denen der Todesschütze am Flughafen gearbeitet haben soll, bestätigte die Polizei am Morgen nicht.

Nach Einschätzung der Polizei hatte der 21-Jährige wahrscheinlich keine Komplizen. «Wir gehen von einem Einzeltäter aus», sagte Polizeisprecher Jürgen Linker. Zu Vermutungen, der Kosovare könne aus politischen Motiven gehandelt haben, wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Der 21-Jährige war kurz nach den Schüssen von Bundespolizisten festgenommen und in Frankfurt verhört worden. Auch die Nacht verbrachte er in Polizeigewahrsam in der hessischen Metropole. Die Frankfurter Polizei bildete eine Sonderkommission - auch US-Behörden wurden nach Angaben Linkers in die Ermittlungen einbezogen. Das hessische Landeskriminalamt unterstützt die Ermittler bei der Spurensicherung. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und US-Präsident Barack Obama kündigten an, alles zu tun, um den blutigen Anschlag rasch aufzuklären.