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Der polnische Speditionsbesitzers Ariel Zurawski zeigt in Sobiemysl (Polen) bei Stettin den Journalisten ein Foto seines Cousins auf seinem Handy, das nur wenige Stunden vor dessen Tod aufgenommen worden sein soll. © dpa
22.12.2016

Solidarität für Familie von polnischem Lkw-Fahrer - Bundestverdienstkreuz?

Warschau (dpa) - Nach dem Berliner Terroranschlag wollen Deutsche und Polen der Familie des getöteten polnischen Lkw-Fahrers helfen.

«Wir kriegen Unmengen an Anfragen, wie man die Familie unseres Kollegen Lukasz finanziell unterstützen kann», schrieb Ariel Zurawski, Speditionsbesitzer und Cousin des Opfers, auf der Facebookseite des Unternehmens bei Stettin. Der 37-Jahre alte Fahrer, dessen Wagen der Täter wohl am Montag kidnappte und anschließend in die Menge auf dem Weihnachtsmarkt lenkte, hinterlässt seine Frau und einen 17 Jahre alten Sohn. «Wir danken für jedes gute Wort, jeden Rat und jede Hilfe», schrieb Zurawski. «Es ist unglaublich, was für eine Kraft in Menschen steckt.»

Umfrage

Der polnische Beifahrer soll dem mutmaßlichen Attentäter von Berlin ins Lenkrad gegriffen haben und dadurch möglicherweise ein größeres Blutbad verhindert haben. Sollte er posthum das Bundestverdienstkreuz verliehen bekommen?

Ja 50%
Nein 39%
Ich weiß es nicht 11%
Stimmen gesamt 903

Berichten zufolge soll der Pole dem Terrorverdächtigen ins Lenkrad gegriffen und dadurch möglicherweise ein größeres Blutbad verhindert haben. Nach der Tat wurde er erschossen in der Fahrerkabine aufgefunden. Für diese mögliche Heldentat sollte der Lkw-Fahrer nach Meinung vieler Internetnutzer mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden. Dafür starteten sie im Netz eine Online-Petition. «Er ist ein Held, der viele Menschen in Deutschland gerettet hat», heißt es in den Kommentaren unter dem Antrag, der bereits mehr als 600 Unterstützer hat. Das Bundesverdienstkreuz kann auch posthum verliehen werden.

Bildergalerie: Trauer nach dem Anschlag in Berlin